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Neuigkeiten rund um Gärten und Parks:

Botanischer Garten der Ruhr-Universität Bochum ist Denkmal des Monats

02.05.2022 Um den schleichenden Verlust von Grünanlagen aus der Nachkriegszeit aufzuhalten, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2017 ein Projekt zur Erfassung solcher Anlagen gestartet. Mit dem Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum hat der LWL eine der erfassten Anlagen jetzt als Denkmal des Monats Mai ausgezeichnet, bei der die Bemühungen um den Erhalt besonders gelungen sind.

"Bis auf kleinere Änderungen, die der Erleichterung der Pflege dienen oder aus wissenschaftlich-botanischen Gründen erforderlich waren, ist der Botanische Garten ein gut erhaltenes, überregional bedeutendes Zeugnis der Gartenkunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts", sagt LWL-Gartendenkmalpfleger Uwe Siekmann.

Das Wissen über das gartenkulturelle Erbe der Nachkriegsepoche sei unzureichend, so Siekmann: "Weil ihr Wert oft nicht erkannt wird, werden Grünanlagen dieser Zeit verändert, aus pflegetechnischen Gründen gestalterisch vereinfacht oder gar beseitigt." Um zu helfen, das vielfältige gartenkulturelle Erbe der Nachkriegszeit zu pflegen und zu bewahren, hatte die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen das Erfassungsprojekt initiiert. Die daran beteiligten Kommunen haben ihre Archive und Planschränke mit Entwürfen, Bau- und Pflanzplänen sowie Fotos geöffnet. "Manch unbekannter Schatz der Gartenkultur der Nachkriegsepoche konnte auf diese Weise vor dem Vergessen bewahrt werden", sagt Siekmann. "Archivalien und aktuelle Bestandsdokumentationen bieten eine gute Grundlage für die Erhaltung und Instandsetzung der Grünanlagen." Beispielhaft gelungen sei diese Erhaltung im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum.

Hintergrund

"Der Botanische Garten ist eine von vielen öffentlichen Grünanlagen, die in der Epoche zwischen Wirtschaftswunder und Postmoderne entstanden sind", sagt Siekmann. "Seine Formensprache, Material- und Pflanzenverwendung vermitteln anschaulich die gartenarchitektonischen Tendenzen dieser Zeit." Der botanische Garten entstand Ende der 1960er-Jahre am Südhang des Ruhrtales. Er bietet den Lehrenden und Studierenden Freilandbiotope für die wissenschaftliche Forschung. Auch interessierte Besucher:innen können im Freiland und in den Gewächshäusern Pflanzen aus aller Welt bewundern.

Terrassen, Treppen, Wege und Mauern aus Naturstein und Sichtbeton gliedern den Ruhrhang. "Die Verwendung von Beton, sei es als Waschbetonplatten, Betonverbundsteine oder Strukturbeton, ist ein typisches Merkmal der Freiraumgestaltung der 1960er-Jahre", erklärt Siekmann. "Charakteristische Gestaltungsmerkmale sind Stützmauern und Wege, die das terrassierte Gelände strukturieren." Bis heute sei der Botanische Garten fast unverändert erhalten und lade mit Pfaden und kleinteilig gegliederten Aufenthaltsbereichen zum Verweilen ein.

Zum Weiterlesen

Die Publikation "Gestaltete Räume - Grünanlagen der Nachkriegszeit" kann über die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen bezogen oder im Intenet heruntergeladen werden: http://www.lwl.org/dlbw/service/publikationen/gartenbuecher

Botanischer Garten der Ruhr-Universität, Bochum

10. Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe

28.3.2022 Am 11. und 12. Juni lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum zehnten Mal ein, den Reichtum der regionalen Garten- und Parklandschaft am „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ zu erkunden.

Zur Jubiläumsausgabe präsentieren zahlreiche private und öffentlich zugängliche Garten- und Parkanlagen aus der Region und darüber hinaus den Besucher:innen stolz ihre grünen Schätze. Besonders private Gärten, die nur an wenigen Tagen im Jahr ihre Pforten öffnen, haben durch die Initiative des LWL die Chance, regional und überregional wahrgenommen zu werden. Dabei wird den Gästen in den Gärten und Parks einiges geboten: Viele Anlagen bieten besondere Führungen und Veranstaltungen zu spannenden Themen an. Neben der Garten- und Parkkultur selbst stehen dabei auch Inhalte wie der Natur- und Artenschutz, die Denkmalpflege oder auch das ehrenamtliche Engagement auf dem Programm. Der LWL übernimmt dabei das Dachmarketing und die Bekanntmachung der Initiative.

Eva Carrie, Koordinatorin der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe aus der LWL-Kulturabteilung unterstreicht den runden Geburtstag des Aktionswochenendes: „Zehn Ausgaben ʹTag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippeʹ, wenn das kein Grund zum Feiern ist! Wir sind stolz auf das Jubiläum“. Sie freut sich besonders über das Engagement der Garten- und Parkbesitzer:innen, die das Aktionswochenende jedes Jahr aufs Neue zu etwas ganz Besonderem machen.

Dr. Yasmine Freigang, Referatsleiterin in der LWL-Kulturabteilung ergänzt: „Das Aktionswochenende hat in den vergangenen Jahren die Vielfalt der westfälisch-lippischen Garten- und Parkkultur sichtbar gemacht. Ob üppige Blütenpracht, heilende Klosterpflanzen, Mehrgenerationengärten oder Biologische Stationen – die Garten- und Parklandschaft in der Region ist vielfältig wie sonst nirgends.“. Erkunden Sie diese Vielfalt und genießen die grünen Oasen der Region am zweiten Wochenende im Juni. Alle Informationen zum Programm sowie den teilnehmenden Grünanlagen finden Sie unter www.gaerten-in-westfalen.de.

Beispielhafte Veranstaltungen
Neben den vier unten genannten finden noch über 160 weitere Einzelveranstaltungen am 10. "Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe" statt.

Ostwestfalen-Lippe

Wer:                Japanischer Garten (Bielefeld)
Kosten:           Eintritt frei
Wo:                 Am Rehwinkel 27, 33619 Bielefeld
Treffpunkt:     Podest am Garten (bei Regen im Seminarraum)
Was:                Japanische Teezeremonie mit dem
                       Teemeister Soju Nakazawa, Tokyo

Erleben Sie eine authentische Japanische Teezeremonie: „Beim Tee-Genuss mit anderen Raum und Zeit teilen und doch in sich selbst Ruhe finden“, ist das Motto von Nakazawa Soju, Teemeister der Omotesenke-Schule (表千家). Die Omotesenke-Teeschule ist eine der führenden Schulen für die japanische Teezeremonie „Chanoyu“, übersetzt: „Der Weg des Tees“. Sie führt „Wabicha“, eine Form der Zeremonie weiter, bei der Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit im Vordergrund stehen.

Wann:             Sonntag, 12. Juni 2022, um 14:00 Uhr

Ruhrgebiet

Wer:                Kunsthaus Kasper (Kreis Unna)
Kosten:           Eintritt frei
Wo:                 Hammer Str. 16, 59174 Kamen
Was:               Führung
Der Künstler Reimund Kasper bietet eine Führung durch die historisch angelegte Gartenanlage an und berichtet über die lange Geschichte des Hauses.

Wann:             Samstag, 11. Juni 2022, und Sonntag, 12. Juni 2022, jeweils um 15:00 Uhr

Münsterland

Wer:                NABU Kreisverband Steinfurt e.V. (Kreis Steinfurt)
Kosten:           Spende erwünscht
Wo:                 Ostendorf 9, 48565 Steinfurt
Treffpunkt:    am Eingang
Was:               Unser Lehmdorf – Leben und Lernen in der Natur
Der NABU Kreisverband Steinfurt öffnet seine Tore zu einem Garten der besonderen Art. Kinder können sich einen besonderen Erlebnisraum erschließen- und die Erwachsenen haben viele Möglichkeiten der Natur in die Karten zu schauen. Für Erwachsene ist es ein Ort der Entspannung, für Kinder ein spannendes und abenteuerreiches Naturerlebnis.

Wann:             Samstag, 11. Juni 2022, um 14:00, 15:30 und 17:00 Uhr

Südwestfalen

Wer:                Historische Parkanlage „Weyhe Park“
                        an der Burg Altena (Märkischer Kreis)
Kosten:           Eintritt frei
Wo:                 Fritz-Thomée-Straße 80, 58762 Altena
Treffpunkt:      Friedrichstor, Burg Altena
Was:               Sonderführung Weyhe-Park
Mit fachkundiger Begleitung erkunden wir den Park am Burgberg. Hintergründe zur Entstehung des Parks im 19. Jahrhundert und zur Rekonstruktion 2015 sowie zu aktuellen Umbauten.

Wann:             Sonntag, 12. Juni 2022, um 13:00 und 15:00 Uhr

KeyVisual 10. "Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe"

LWL will Biologische Stationen unterstützen

25.03.2022 Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will die 21 Biologischen Stationen in seiner Region unterstützen. Die Abgeordneten im LWL haben am Freitag (25.3.) in Münster ihre Verwaltung beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Nach ersten Überlegungen soll es um Projektförderungen mit insgesamt 1,25 Millionen Euro pro Jahr gehen.


Nach dem Vorbild des Rheinlandes denken die Abgeordneten an "Projekte zur Umweltbildung, Naturerlebnisse mit regionalem Bezug, Maßnahmen zum Erhalt identitätsstiftender, regionaler und kulturhistorisch bedeutsamer Lebensräume und Nutzungsformen sowie Projekte zum Artenschutz", wie es in der Vorlage heißt. Darüber hinaus komme auch die Förderung von Fortbildung und Austausch sowie Öffentlichkeitsarbeit in Betracht. Da der LWL bereits die westfälischen Naturparks mit bisher knapp 37.000 Euro unterstütze, biete sich eine koordinierte Förderung der Biologischen Stationen und der Naturparks an.

LWL-Direktor Matthias Löb: "Der LWL könnte so in Zukunft mit einem eigenen breiten Netzwerk ein starkes Zeichen für die Kulturarbeit im Natur- und Umweltschutz setzen - ergänzt um die Kompetenz des LWL-Naturkundemuseums, des LWL-Freilichtmuseums in Detmold oder der LWL-Denkmalpflege mit ihren Fachleuten für Gartendenkmälern und Landschaftskultur."

Biologische Stationen setzen sich für den Erhalt des natürlichen Erbes ein und fördern die Entwicklung artenreicher, natürlicher und kultivierter Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Durch Führungen und Exkursionen, die Gestaltung von Ausstellungen und Themenwegen, Schulprojekte und Kurse zur Pflanzenbestimmung und zum Obstbaumschnitt werden interessierte Menschen in Projekte und Maßnahmen für den Naturschutz einbezogen.

Biologische Station Kreis Coesfeld, Lüdinghausen

Garten- und Parkbesitzer können sich bis zum 20. Februar zum Jubiläum anmelden

27.01.22 Am 11. und 12. Juni lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum zehnten Mal alle Garten- und Parkbesitzer:innen in der Region ein, ihre vielfältigen grünen Schätze zu präsentieren. Zur Jubiläumsausgabe können sich alle privaten und alle öffentlich zugänglichen Garten- und Parkanlagen bis zum 20. Februar 2022 online kostenfrei anmelden.

Eva Carrie, Koordinatorin von "Gärten und Parks in Westfalen-Lippe": "Wir sind stolz auf das Jubiläum, das nur durch das Engagement der Mitwirkenden möglich ist." Der LWL übernimmt dabei das "Dachmarketing" und die Bekanntmachung der Initiative.

"Das Aktionswochenende hat in den vergangenen Jahren die Vielfalt der westfälisch-lippischen Garten- und Parkkultur sichtbar gemacht. Ob üppige Blütenpracht, heilende Klosterpflanzen, bäuerliche Kräuterbeete, Mehrgenerationengärten oder Biologische Stationen - die Garten- und Parklandschaft in der Region ist unglaublich vielfältig", sagt Dr. Yasmine Freigang vom LWL.
 

KeyVisual 10. "Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe"

Helfen Sie mit beim vierten Parkpflegeseminar auf Schloss Senden

18.11.21 Möchten Sie mal wieder draußen in der Natur arbeiten und gemeinschaftlich etwas gestalten? Am 27. November 2021 lädt Schloss Senden e.V. gemeinsam mit der LWL-Denkmalpflege und der Jugendbauhütte Westfalen interessierte Gartenfreunde ein, den Schlosspark zu pflegen, winterfest zu machen und zwölf gespendete Bäume zu pflanzen.

Was erwartet Sie an diesem Tag: Um halb 9 erhalten Sie eine fachkundige Einweisung. Anschließend dürfen Sie das Erlernte im Schlosspark umsetzen. Nach einer Mittags- und Kaffeepause endet das Parkpflegeseminar am Nachmittag. Im Anschluss sind Sie zu einem gemütlichen Ausklang eingeladen.

Das Parkpflegeseminar richtet sich an Fachleute genauso wie an Laien, die Lust an der Gartenarbeit haben. Die Veranstalter:innen bitten Sie Ihre privaten Gartengerätschaften mitzubringen, wie Handscheren, Astscheren, Gartensägen, Handbeile, Spaten etc. Zudem ist die Teilnahme von Kettensägenführer:innen (mit Scheinnachweis) erwünscht. Bitte achten Sie auf wetterfeste, warme Arbeitskleidung sowie Arbeitshandschuhe und festes, hochgeschlossenes Schuhwerk.

Melden Sie sich noch bis zum 24. November 2021 zum Pflegen und Gestalten des Schlossparks Senden an.

Zur Anmeldung

Schlosspark Senden im Herbst, Fotograf Norbert-Scheins

1. Platz für frische Ideen geht an den „Gemeinschaftsgarten: Lebensmittel als Kultur- und Gemeingut“

11.11.21 Der Westfälische Heimatbund e. V. zeichnet mit dem Preis „Rolle vorwärts“  frische Ideen aus, die mit vorbildlichem bürgerschaftlichem Engagement von Heimatakteur:innen in Westfalen umgesetzt werden. In diesem Jahr belegt der erste Platz in der Kategorie Innovation das Projekt „Gemeinschaftsgarten: Lebensmittel als Kultur- und Gemeingut“ des Heimat- und Verschönerungsverein Siegen-Achenbach e. V. aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein.

Dieser Gemeinschaftsgarten bringt Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen sowie sozialer Herkunft zusammen. Sie engagieren sich leidenschaftlich im Projekt und lernen voneinander durch Ausprobieren und Austauschen von Erfahrungen. Dabei haben Sie einen Blick auf biologische Vielfalt, ökologischen Gartenbau, den Ressourcenkreislauf, Lebensmittelverarbeitung und Konsum. Das Projekt ist ein Baustein der Tätigkeit des Vereins in den Feldern Sozialarbeit, Armutsbekämpfung und Integration. „Wir sind davon überzeugt, dass ein derartiger vorbildlicher Einsatz für das Gemeinwohl uns allen wichtige Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geben kann“, so der Vorstandsvorsitzende der Westfälischen Provinzial Versicherung AG und Kuratoriumsvorsitzende des Westfälischen Heimatbundes Dr. Wolfgang Breuer.

Gemeinschaftsgarten des Heimat- und Verschönerungsverein Siegen-Achenbach e. V.,
fotograf gunther langer copyright hv achenbach

Jetzt Vorfreude auf den Frühling pflanzen

4.10.2021 Die Blätter verfärben sich und die Luft riecht bereits nach Herbst. Und dennoch lohnt es sich, jetzt schon an den nächsten Frühling zu denken. Denn zwischen September und November ist die ideale Pflanzzeit für die Blumenzwiebeln und Knollen der Frühblüher. Tulpen, Hyazinthen, Narzissen, Krokusse oder Schneeglöckchen sind farbenfrohe Vorboten des Frühlings. Genauso freuen sich Wildbienen und Insekten über ein reichhaltiges Nahrungsangebot in der noch kalten Jahreszeit.

Der Gräfliche Park Bad Driburg pflanzt mit gutem Beispiel voran

120.000 bis 130.000 Zwiebeln im Gräflichen Park Bad Driburg warten darauf, sich im Frühjahr in ein herrliches Blütenmeer zu verwandeln. Wenn Tulpen, Krokusse, Hyazinthen und vieles mehr ihre Köpfe aus dem Boden strecken, freuen sich nicht nur die Besucher:innen, sondern Wildbienen und viele blütensuchende Insekten gleichermaßen. Insgesamt können Sie sich auf 280 verschiedene Sorten in den unterschiedlichsten Farben freuen. Der Gräfliche Park Bad Driburg erwartet Sie zudem das ganze Jahr mit Gartenkunst auf 64 Hektar. Besondere Magneten sind der Piet Oudolf-Garten, der Rosen- und Liliengarten, der Hölderin Hain, die Diotima Insel sowie ein Irrgarten und eine Aussichtsplattform, gestaltet von Michael Sailstorfer.

Warum auch Sie mit Frühblühern den Insekten helfen

Wildbienen und blütenbesuchende Insekten sind ab dem frühen Frühjahr aktiv. Nektar- und Pollenvorräte müssen zudem nach dem Winter schnellstmöglich wieder aufgefüllt werden. Geeignete Blüten finden Sie jedoch nicht zu jeder Zeit. Daher ist nun Ihr Einsatz wichtig: Pflanzen Sie in Ihrem Garten, auf dem Balkon oder im öffentlichen Grün jetzt Blumenzwiebeln ein. Besonders beliebt bei Insekten sind Krokusse, Narzissen oder Sternhyazinthen. Die ungefüllten Blüten dieser Frühblüher bieten einen einfachen Zugang zu Nektar und Pollen. So können Sie bedrohte Wildbienen und Insekten mit einem kontinuierlichen Nahrungsangebot unterstützen.

Damit die Vorfreude gelingt

Finden Sie hier noch einige Tipps für das Einpflanzen der Blumenzwiebeln:

  • Pflanzen Sie ungefähr ab September Ihre Blumenzwiebeln – bevor der erste Frost eintritt.
  • Wählen Sie einen möglichst sonnigen Standort.
  • Vermeiden Sie Staunässe und wählen Sie einen eher durchlässigen Boden.
  • Bedecken Sie die Knollen mit der zwei- oder dreifachen Menge Erde, die der Knollenhöhe entspricht.
     

Zum Parkportrait

Gräfliche Park Bad Driburg © GräflicherPark

Europäischer Gartenpreis 2021

15.9.21 In diesem Jahr zeichnet das Europäische Gartennetzwerk (EGHN) sowie die Stiftung Schloss Dyck mit dem Europäischen Gartenpreis bereits zum elften Mal vorbildliche Parks und Gärten aus. Am 10. September 2021 wurden in drei Kategorien je ein 1. Preis und je zwei 2. Preise vergeben:

Welche beeindruckenden Gärten und Parks als Preisträger:innen in Schloss Dyck geehrt wurden, können Sie in der Dokumentation des Europäischen Gartnnetzwerkes entdecken.

Alle bisherigen rund 100 Preisträger:innen zeigen, wie es bei unterschiedlichsten Rahmenbedingungen gelingt, mit innovativen Konzepten und höchster Gestaltqualität die Geschichte, die Werte und die Besonderheiten eines Raumes offenzulegen und nachhaltigen Zielsetzungen gerecht zu werden.

Foto: Les Jardins de Marqueyssac-Dordogne©Laugery

Besuchen Sie den Botanischen Garten Rombergpark am Tag des offenen Denkmals® am 12. September

8.9.21 Können Denkmäler lebendig sein? Der Botanische Garten Rombergpark ist ein gutes Beispiel dafür und das größte Flächendenkmal in Dortmund mit dem Wahrzeichen „Torhaus Rombergpark“. Erhalten Sie am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 12. September, spannende Einblicke in die Entstehung und den Erhalt des lebendigen Denkmals Botanischer Garten Rombergpark in Dortmund.

Drei Führungen, eine Präsenzveranstaltung und ein digitales Abruf-Angebot warten mit wissenswerten Informationen auf Sie:

Präsentation: Bautechnische Bestandsaufnahme des Rombergparks
Sonntag, 12.9.2021, 10:30 Uhr - 16:30 Uhr 

Führung: Entstehung und Erhalt eines lebenden Denkmals
Sonntag, 12.9.2021, 11:00 Uhr - 11:40 Uhr 
Sonntag, 12.9.2021, 13:00 Uhr - 13:40 Uhr 
Sonntag, 12.9.2021, 15:00 Uhr - 15:40 Uhr 

Digitales Abruf-Angebot: Der Botanische Garten Rombergpark

Die Entwicklung des Botanischer Garten Rombergpark

Während Sie Heidegebiete, Wälder, Obstwiesen und Themengärten erkunden, können Sie am Tag des offenen Denkmals mehr über die Entwicklung des Rombergparks bis hin zu einem Botanischen Garten mit Weltruf erfahren. Gisbert von Romberg ließ 1818–1822 vom Königlichen Garteninspektor M. F. Weyhe aus Düsseldorf einen Landschaftspark im englischen Stil konzipieren. Die Grundzüge des Landschaftsparks sind in weiten Teilen noch heute ablesbar. Die Grundmauern des ehemaligen Schlosses Brünninghausen wurden 2011 wiederentdeckt. Nach dem Kauf durch die Stadt im Jahr 1926 etablierten die Gartendirektoren Nose und Krüßmann den heutigen Botanischen Garten.

Zum Parkportrait

Heidemoor, Botanischer Garten Rombergpark in Dormund

Gewinner des Fotowettbewerbs vom "Tag der Gärten und Parks" 2021 ausgezeichnet

2.9.21 Die Sieger:innen des Fotowettbewerbs vom diesjährigen "Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe" stehen fest: Der Gewinner des vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) initiierten Wettbewerbs ist Walter Nitsche aus Paderborn. Sein Foto mit dem Titel "Historischer Bauerngarten" entstand im LWL-Freilichtmuseum Detmold.

"Ein hervorragendes Bild. Die Kombination aus Zier- und Nutzgarten ist typisch westfälisch und zudem technisch hoch qualitativ eingefangen", lobte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger das Foto bei der Preisverleihung. Eva Carrie, Koordinatorin "Gärten und Parks in Westfalen-Lippe" ergänzt: "Das Auge kann im Bild wandern, man bekommt Lust, in diesem Garten umherzugehen und ihn zu erkunden".

Als Zweitplatzierter darf sich Sven Janßen aus Münster freuen. Sein Foto "Wildgartenzaun" entstand im Kulturquartier Münster. Überzeugt hat die Jury die geschickte Blickführung durch die offene Blende. Rüschoff-Parzinger: "Ein tolles Stimmungsbild. Es ist überraschend, dass ein so schöner Garten mitten in einem Gewerbegebiet liegt".

Den dritten Platz belegt Andrea Mühlisch aus Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) mit ihrem Bild "Farbenidyll". Die Licht- und Schattenspiele sowie die große Blütenvielfalt beeindruckten die Jury. "Besonders der schräge Lichteinfall und die diagonale Blickführung geben diesem Bild Lebendigkeit", so Eva Carrie. Das Motiv entstand im Garten Bergschneider in Paderborn.

Die drei Gewinner:innen erhalten jeweils einen Picknickkorb mit westfälischen Spezialitäten.

Zu den Ergebnissen des Fotowettbewerbs

Preisübergabe Fotowettbewerb von Frau Dr. Rüschoff-Parzinger an Gewinner Walter Nitsche

Kreis Coesfeld: Insektenfreundlichkeit lohnt sich

19.8.21 Prächtige Farben und Blütendüfte machen die Gärten vor allem auch für viele nützliche Insekten attraktiv. Private Gärtner:innen können von ihren insektenfreundlichen Blumen und Pflanzen in ihrem Garten oder Vorgarten Fotos einreichen und auf spannende Sachpreise hoffen.

„Schießen Sie einfach ein Foto von Ihrem eigenen privaten Garten und zeigen Sie uns, welche insektenfreundlichen Pflanzen und andere Hilfsmittel Sie den Insekten anbieten“, lädt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr alle Interessierten im Kreis Coesfeld herzlich ein. Eine Fachjury unter seiner Leitung wird die eingereichten Bilder anschließend bewerten. Auf die drei insektenfreundlichsten Gärten warten besondere Preise: Erster Preis ist ein Gutschein für Pflanzen im Wert von 200 Euro, der zweite Preis ein Gutschein für eine Veranstaltung im Biologischen Zentrum Lüdinghausen und der dritte Preis der „Insektenführer“ in Buchform vom Kosmos-Verlag. Der Einsendeschluss ist der 31. August 2021.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Kreis Coesfeld. Viel Spaß beim Fotografieren und Einreichen.

Auch alle anderen Gartenbesitzer:innen sind eingeladen ihre grünen Schätze mit prächtigen Farben und Blütendüften für unsere fleißigen Insekten attraktiv zu machen. Ein Tipp für Ihre Pflanzbeete: Zuchtpflanzen, wie Primeln, Stiefmütterchen, Dahlien und Co. stehen nicht auf dem Speiseplan von Bienen und Schmetterlingen. Die normaler­weise den Pollen tragenden Staub­blätter wurden hier zu Blüten­blättern ge­züchtet. Beliebter sind nektar­- und pollen­reiche Pflanzen mit un­ge­füllten Blüten, wie mehrjährige, einheimische Stauden. Noch mehr Praxistipps und hilfreiche Informationen bietet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Insektenfreundliches Beet vor dem Kreishaus II_Foto Kreis Coesfeld, Marina Kallerhoff

"Grüne Zimmer" als mobile Klimaanlagen für die Stadt

25.6.21 Für die Hitzevorsorge in diesen Tagen sorgen zwei natürliche Klimaanlagen am Bült und am Harsewinkelplatz in Münster. Die mobilen „Grünen Zimmer“ zeigen eindrucksvoll die Bedeutung von Pflanzen für eine lebenswerte Stadt. Ziel ist es, für das Thema Klima-Anpassung zu sensibilisieren. „Die Aktion macht darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen des Klimawandels bereits seit einigen Jahren zu spüren sind. Auch in Münster nimmt die Wahrscheinlichkeit für Extremwetter, wie zum Beispiel lange Hitzeperioden, zu. Begrünung ist ein wesentlicher Baustein für die Hitzevorsorge“, erläutert Umweltdezernent Matthias Peck. Bis zum 24. September sind Passantinnen und Passanten am Bült und bis zum 2. Juli am Harsewinkelplatz eingeladen, die schattigen Plätzchen zum Ausruhen und Verweilen zu nutzen. Nebenbei gibt es noch praktische Tipps aus dem Bereich der Klima-Anpassung. Organisiert wird die Aktion von der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO). 

Mit Blumensamenbriefchen, die gemeinsam mit der Primus-Schule Münster, der Hansaschule Gelsenkirchen und der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) entwickelt wurden, können Sie Ihre Stadt gleich noch farbenfröhlicher und lebenswerter machen. Die Verpackung wurde aus altem Werbematerial der KLENKO hergestellt. Die Samenbriefchen werden in der Innenstadt beim mobilen "Grünen Zimmer" am Harsewinkelplatz verteilt: jeweils von 11:30 bis 16:30 Uhr an den folgenden Tagen: 17.6., 22.6., 28.6., 29.6. und 1.7. Vielen Dank für die Blumen und das Engagement!

Foto: Stadt Münster

„Gartenvielfalt“ ist Projekt der UN-Dekade

10.5.21 Das Projekt Gartenvielfalt wurde bereits 2011 initiiert und zielt auf die Erhaltung alter Pflanzenarten und –sorten ab. Nun wurde es als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie zeigt noch einmal, dass wir hier im Museum einen ganz wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten", erklärt LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen.  

LWL-Landschaftsökologin Agnes Sternschulte ergänzt: "Unter anderem durch die rapide Abnahme von Nutzgärten in den vergangenen 20 Jahren sind auch viele Kulturpflanzensorten und ein Stück biologische Vielfalt verloren gegangen." Um diesem Kulturpflanzenschutz etwas entgegenzusetzen, hat das LWL-Freilichtmuseum 2011 ein Modell- und Demonstrationsvorhaben initiiert, das untersuchte, inwieweit die Arten- und Sortenvielfalt in den ländlichen Gärten der Region erhalten und verbessert werden kann. "Bei dem durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Projekt ging es nicht nur darum, alte Sorten zu finden und im Museum zu vermehren, sondern vor allem auch darum, diese Sorten an Interessierte abzugeben", so Sternschulte. Es entstand ein Netzwerk aus rund 300 Pflanzenliebhaber:innen. Über 200 "neue" alte Sorten konnte das Museum in seinen Bestand aufnehmen und über das Netzwerk wieder in die Gärten der Region bringen, darunter beispielsweise 14 Varianten der "Lippischen Palme", einer hochstämmigen Grünkohlsorte.

Seit 2018 hat das Museum die Netzwerkarbeit mit einem starken Partner auf eine noch breitere Basis gestellt: ProSpecieRara Deutschland hat die im Museum vermehrten Sorten in seinen Sortenfinder aufgenommen, wo sie gegen eine kleine Gebühr für alle zugänglich bestellt werden können.

Zum Portrait des LWL-Freilichtmuseums

Freilichtmuseum Detmold

Neue LWL-Flyerserie über Gärten startet mit Kloster Clarholz

6.5.21 Zum Beginn der Garten-Saison möchte die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen die Gärten und Parks in Westfalen-Lippe stärker in den Fokus rücken. Neben informativen Texten und hochwertigen Bildern enthalten die Broschüren auch übersichtliche Lagepläne der jeweiligen Gartenanlage. Den Beginn der Serie bildet der Flyer zur Gartenanlage des ehemaligen Prämonstratenserklosters Clarholz in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh). Es erwarten Sie neben geschichtlichen Informationen zum Kloster Clarholz, auch Wissenswertes über die Nutzung der einzelnen Gartenpartien sowie der Gebäude. Zudem bietet er einen mit Hintergrundwissen gespickten Rundgang durch die etwa fünf Hektar große Kloster- und Gartenanlage.

Die Gartenbroschüre zum Kloster Clarholz kann als digitale Version unter http://www.lwl-dlbw.de runtergeladen werden oder bei Monika Riedel unter monika.riedel@lwl.org als gedrucktes Exemplar bestellt werden.

 

Zum Portrait der Klostergärten Clarholz

Clarholz Herzebrock Kloster, Broschüre

Dr.-Dudziak-Park in Siegen ist Denkmal des Monats

3.5.21 Erich Dudziak hätte es vermutlich gefallen: Der nach dem Fabrikdirektor der Stahlwerke Südwestfalen benannte Park in der Siedlung Wenscht in Siegen ist Denkmal des Monats Mai. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die gelungene Sanierung des Gartendenkmals, die im Sommer 2020 nach vierjähriger Arbeit abgeschlossen wurde.

"Obwohl der in der Nachkriegszeit entstandene Park noch vergleichsweise jung ist, hatte er schon große Substanzverluste erlitten", erläutert LWL-Gartendenkmalpfleger Marcus Weiß. "Umso mehr ist es zu begrüßen, wenn sich Denkmaleigentümer für die Bewahrung und Restaurierung von Grünräumen dieser Zeit einsetzen."

Als Teil der Siedlung "Vordere Wenscht" wurde der Park ab 1953 auf Initiative Dr. Erich Dudziaks angelegt. Geplant wurde die Grünanlage von den Landschaftsarchitekten Volke und Becker in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Siedlerbund.

Großzügige, öffentlich nutzbare Grünflächen sollten den Bewohner:innen der neuen Siedlung - so Dudziak - den "heilsamen Einfluss der Natur und das Teilhaben an dem Wachsen und Blühen der Pflanzen und Bäume" ermöglichen. Ziel war es, "gesundes Wohnen durch Auflockerung, Gliederung und starke Durchgrünung der Baugebiete" zu erzielen.

Die Topografie des Dr.-Dudziak-Parks wird bestimmt durch ein 550 Meter langes, in die Landschaft eingekerbtes Tal, auch Siepen genannt. Das als Rundweg konzipierte Spazierwegenetz erschließt den Talraum mit seinen Spiel- und Sportflächen, Ruhebereichen, Gehölzgruppen und kleinen Teichen. "Zeittypische Gestaltungselemente wie die geschwungene Natursteinmauer mit Banknischen, ein Brunnenbecken mit Bronzeplastik, Bodenbeläge aus polygonalen Sandsteinplatten sowie kunsthandwerklich gearbeitete Metallgitter zeigen den hohen Anspruch, mit dem damals geplant wurde", betont Marcus Weiß.

Ein Freiraumkonzept aus dem Jahr 2010 lieferte dann geeignete Maßnahmen für eine denkmalgerechte Restaurierung und Instandsetzung des Gartenkunstwerkes. Ab 2017 begann dessen Umsetzung mithilfe städtischer Haushaltsmittel und einer Förderung durch das Land NRW. Wildwuchs wurde ausgelichtet, zahlreiche Bäume nachgepflanzt, die Gewässer vom Schlamm befreit und das Wegenetz barrierefrei instandgesetzt. Besonders freut den Gartendenkmalpfleger Weiß die Restaurierung eines Platzes am Schwanenteich: "Heute sind die Ideen und Qualitäten seiner Entstehungszeit im Dr.-Dudziak-Park wieder sicht- und spürbar. Erneut ist das Gartenkunstwerk der grüne Lebensmittelpunkt der Vorderen Wenscht."

Duziak_Park_Der Schwanenteich nach der Entschlammung und Wiederherstellung des Uferhangbereiches