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Sassenberg, historischer Tiergarten
Sassenberg, historischer Tiergarten
Sassenberg, historischer Tiergarten

Wald, Wasser, Blumenwiesen: der historische Tiergarten in Sassenberg

Östlich von Sassenberg liegt mitten im Wald der historische Tiergarten, durch den Sie einen wunderschönen Spaziergang unternehmen können. Im 17. und 18. Jahrhundert diente die Anlage der Bischofsresidenz Sassenberg als Jagdrevier. Noch heute können Sie auf dem Weg durch das Waldstück Spuren dieser Vergangenheit entdecken. Die beste Jahreszeit für einen Spaziergang ist der Frühling, denn Ihre Wanderroute führt Sie an einer großen Wiese mit seltenen Schachbrettblumen vorbei. Hier erstrahlen im April und Mai die glockenförmigen roten und weißen Blüten dieser raren Pflanzen.

Ihren Spaziergang beginnen Sie am besten schräg gegenüber der katholischen Kirche an der Ecke Von-Galen-Straße/Brookstraße. Sie laufen die Brookstraße entlang und an der Sassenberger Grundschule vorbei (hier lag früher der Küchengarten der Fürstbischöfe von Münster), danach passieren Sie einen alten Wassergraben an der Zufahrt zur Villa Rath. Dieser repräsentative Bau, der um 1910 errichtet wurde, liegt heute etwas versteckt hinter einem kleinen Waldstück.

Besonderheiten:

  • Schautafeln zum Tiergarten an der Brockstraße (an der Schule)
  • Spazierroute im Wald durch den historischen Tiergarten
  • blühende Schachbrettblumen am Fluss im Frühjahr
  • Überreste einer ehemaligen Fasanerie und eines Entenfangs

Die bischöfliche Residenz in Sassenberg

Vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert stand in Sassenberg eine befestigte Burg, die dem Fürstbistum Münster gehörte. Im 17. Jahrhundert lebte in diesem Gebäude Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen. Er ließ die Burg zu einer imposanten Residenz mit kunstvollen Gärten und dem ausgedehnten Tiergarten ausbauen.
Sein Nachfolger, der Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg, begann ab 1695 damit, ein ganz neues Residenzschloss aufzubauen. Im weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts wurde die  Sassenberger Residenz aufgegeben.
Im industriell geprägten 19. Jahrhundert wurde das Gelände erneut umfunktioniert. Die Residenz wurde fast vollständig abgerissen und ein Fabrikgebäude an der gleichen Stelle neu aufgebaut. Von den einst prächtigen barocken Gärten aus dem 18. Jahrhundert ist heute leider nichts mehr zu sehen. Dafür können sich die Besucher aber umso mehr an der idyllischen Landschaft entlang der Hesselund im historischen Tiergarten erfreuen.

Sassenberg, Hisotirscher Tiergarten

Schneckenberg und Schachbrettblumen

Kurz danach laufen Sie am Sport- und am Schützenplatz des Ortes vorbei Gegenüber, jenseits eines schmalen Grabens, können Sie einen künstlich angelegten leichten Hügel erkennen, der früher zu den barocken Gartenanlagen gehörte: den sogenannten Schneckenberg. An dieser Stelle begannen einst die langen, geraden Alleen, die den Tiergarten bis heute durchziehen.
An der folgenden Weggabelung halten Sie sich am besten links, überqueren die Hesselbrücke und biegen auf der anderen Seite des kleinen Flusses direkt wieder rechts ab. Sie laufen nun ein Stück direkt am Ufer der Hessel entlang. Wenn Sie die nächste Hesselbrücke erreichen, können Sie im Frühjahr auf dieser Etappe Ihres Spaziergangs eine echte botanische Rarität bewundern, denn im April und Mai blühen hier seltene Schachbrettblumen, die die Wiese in einen bunten Teppich verwandeln

Ein alter Entenfang und Fasanen für die bischöfliche Tafel

Den Fluss können Sie auf diesem Hesselsteg wieder überqueren und betreten wieder. den Tiergarten. Hier können Sie bis heute die Überreste eines so genannten Entenfangs erkennen, auch „Entenkoje“ genannt. Im Zentrum dieses ausgedehnten Wassergrabensystems liegt ein großes Wasserbecken, von dem mehrere gebogene Kanäle abgehen. Am Ende jedes Abzweigs lagen früher so genannte Fangpfeifen im Wasser, also Käfige oder Netze, in denen im Herbst die Enten mit Futter angelockt und so gefangen wurden.
Auch der Rest des Tiergartens liegt mitten im Wald. Wenn Sie weitergehen, stoßen Sie hier auf einen weiteren Wassergraben, der zusammen mit einem rechteckigen Steinwall die Grenze einer ehemaligen Fasanerie bildet. Früher wurden darin Pfauen und Fasanen gehalten, die den Bewohnern der Bischofsresidenz als Mahlzeiten dienten. Der Tiergraten wird von zwei zentralen Jagdachsen durchzogen. Die längere Achse verläuft in West-Ostrichtung. Die zweite Jagdachsen ist ein langer Weg in Nord-Süd-Richtung und endet direkt auf den Kaninchenberg, einem Point de vue.

Anfahrt

Tiergarten Sassenberg
Brook
48336 Sassenberg

Besucherinformationen:
Verkehrsamt Sassenberg
Schürenstrasse 17
48331 Sassenberg

Tel.: 02583 3090
Fax: 02583 3098800
stadt@sassenberg.de

 

 

Tiergarten Sassenberg

Öffnungszeiten

ganzjährig zugänglich

Eintritt

Eintritt frei