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Dortmund: Fredenbaumpark

Nördlich des Dortmunder Stadtzentrums erwartet Sie mit dem Fredenbaumpark eine weitläufige historische Parkanlage. Mit rund 65 Hektar ist er der zweitgrößte Stadtpark Dortmunds und zugleich der älteste der Stadt. Wertvoller alter Baumbestand, naturbelassene Flächen und zahlreiche Spazierwege prägen die grüne Lunge der Nordstadt. Besonders im Frühjahr lohnt sich ein Spaziergang: Ende März und Anfang April verwandeln Tausende Buschwindröschen Teile des Parks in einen besonderen Blütenteppich. Die naturnahen Bereiche bieten zudem Lebensraum für zahlreiche Amphibien, Kleinsäuger und Vögel.

Besonderheiten:

  • Wertvolle alte Bäume, naturbelassene Flächen und tausende blühende Buschwindröschen im Frühjahr
  • Historische Wasserfläche mit Insel und Brücken - Parkgestaltung ist denkmalgeschützt
  • Kostenfreie Konzerte von Mai bis September und beliebtes Lichterfest
  • Vielfältige Freizeitangebote, wie Minigolf, Joggen, Basketball, Bolzplatz oder Kinderspielplätze oder Tretbootfahren
     

Historisches Grün und wertvolle Natur

Entdecken Sie einen Park, dessen Geschichte eng mit der Industrialisierung und dem starken Bevölkerungswachstum Dortmunds um 1900 verbunden ist. Erkunden Sie die denkmalgeschützte Parkgestaltung und lassen Sie die historische Wasserfläche mit ihrer Insel und den Brücken auf sich wirken. Zugleich lädt der Fredenbaumpark dazu ein, wertvolle Natur mitten im Grünen zu erleben. Sein alter Baumbestand und die naturbelassenen Flächen bieten zahlreichen Amphibien, Kleinsäugern und Vögeln einen geschützten Lebensraum. Auf den vielen Spazierwegen können Sie die Vielfalt des Parks in aller Ruhe erkundenund eine wohltuende Auszeit vom Alltag genießen.

Aktiv sein und besondere Momente genießen

Gestalten Sie Ihre Zeit im Fredenbaumpark nach Ihren Wünschen und entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten für eine aktive Freizeitgestaltung. Freuen Sie sich auf die Kinderspielplätze, drehen Sie eine Runde mit dem Tretboot, spielen Sie Minigolf oder nutzen Sie die Joggingstrecke für Bewegung im Grünen. Auch musikalisch hat der Park etwas zu bieten. Von Mai bis September erwarten Sie im Musikpavillon an Sonn- und Feiertagen kostenlose Konzerte. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Lichterfest, das seit Jahren zu den beliebtesten Veranstaltungen im Dortmunder Norden zählt. Lichtinszenierungen, ein abwechslungsreiches Programm und eine einladende Atmosphäre machen den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Geleitete Wanderungen, Führungen und Exkursionen eröffnen neue Perspektiven auf den Fredenbaumpark. Begleiten Sie den Freundeskreis Fredenbaumpark e. V. auf einer Buschwindröschen- oder Herbst-Wanderung. Bei einer Denkmalschutz Führung der Unteren Denkmalschutzbehörde können Sie sich auf die Spuren seiner besonderen Geschichte begeben. Einen weiteren Blick auf die Natur im Park eröffnet Ihnen die Exkursion „Insekten in der Stadt“ des NABU Dortmund.

Wie aus dem Erholungsgebiet ein Stadtpark wurde

Begeben Sie sich auf die Spuren der Parkgeschichte, die bereits 1858 mit der Anlage erster Spazierwege begann. Nach und nach kamen Parkbänke, Gaststätten und Veranstaltungsflächen hinzu. Einen entscheidenden Impuls für die weitere Entwicklung gab 1899 ein Wettbewerb zur Umgestaltung des Geländes. Dieses Jahr gilt heute als offizielles Gründungsjahr des Parks. Die damaligen Planungen sahen Spazierwege, Spiel- und Sportplätze, Wasserflächen sowie eigene Wege für Kutschen, Reiter und Radfahrer vor. Bis 1915 nahm der gestaltete Stadtpark schließlich seine neue Form an. Ein großer Teich mit Insel und Brücken, eine Festwiese, Rundwege, Spielbereiche und ein Pavillon prägten fortan die Anlage. Wenn Sie heute durch den Park spazieren, können Sie noch immer Spuren dieser Entwicklungsphase entdecken, denn einige historische Bäume und Geländestrukturen sind bis heute erhalten.

Die Handschrift Richard Noses

Finden Sie im Fredenbaumpark die gestalterische Handschrift des Dortmunder Gartendirektors Richard Nose (1881–1965). In den 1920er Jahren modernisierte er den Park behutsam, ohne seine vorhandenen Strukturen grundlegend zu verändern. Bis heute lässt sich sein Wirken an verschiedenen Stellen nachvollziehen. Besonders die einfühlsam ergänzten Wege und das geometrisch angelegte Blumenbeet an der Festwiese zeigen typische Merkmale seiner Gestaltung. Zugleich können Sie im Fredenbaumpark ein Stück Gartenkunst des frühen 20. Jahrhunderts erleben. In dieser Zeit gewannen formale Gestaltungselemente an Bedeutung, als Reaktion auf die Kritik am landschaftlichen Gartenstil Lenné Meyerscher Prägung. Seit 2024 ist der Fredenbaumpark als Gartendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.

In Erinnerung an den Dortmunder Lunapark

Eine ungewöhnliche Episode der Parkgeschichte begann mit der Eröffnung des Fredenbaum-Lunaparks. Der Fredenbaum-Lunapark verwandelte einen Teil des Geländes mit Fahrgeschäften, einer Rodelbahn, Schießbuden und Karussells in einen Vergnügungsort. 1937 wurde ein Teil des Areals zum Zoo umgestaltet, bevor der Lunapark 1940 geschlossen und aufgegeben wurde. Bis 1958 verschwanden schließlich auch seine letzten Reste.

Ein Park in stetiger Entwicklung

Erleben Sie einen Park, der sich immer wieder weiterentwickelt und dabei ökologische Aspekte ebenso in den Blick nimmt wie seine Attraktivität als Erholungsraum. Von 2001 bis 2008 wurde der Fredenbaumpark mit verschiedenen Maßnahmen umgestaltet. In dieser Zeit entstanden das Big Tipi und der Ausbau der Erlebniswelt. Zugleich öffnete sich der Park zum Kanal hin und erhielt im Rahmen der EU Gemeinschaftsinitiative URBAN II ein Parkinformationssystem. Auch die weitere Entwicklung des Fredenbaumparks wurde in den Blick genommen. Ein 2019 und 2020 erarbeitetes Entwicklungskonzept umfasst unter anderem die Sanierung des Teiches und der Wege, die Gestaltung von Beeten, ein Verkehrskonzept sowie neue Beleuchtungsanlagen. So bleibt der Fredenbaumpark in Bewegung und bewahrt zugleich seinen Charakter als vielseitiger Ort für Erholung und Freizeit.

Anfahrt

Fredenbaumpark
Lindenhorster Str. 6
44147 Dortmund

Tel.: 0231 50-27888
gruenflaechenamt@dortmund.de
 

Öffnungszeiten

ganzjährig zugänglich

Eintritt

Eintritt frei

Denkmalgeschützt

Diese Anlage steht unter Denkmalschutz.


Gartendenkmale

Bau- genauso wie Gartendenkmale bedeuten uns allen etwas, denn sie prägen den Alltag jedes Menschen wie kaum eine andere Kunstform. Ein Gartendenkmal ist durch verschiedene Landesdenkmalschutzgesetze definiert und geschützt. Wichtig ist, dass das Gartendenkmal einer abgeschlossenen Epoche angehöret und eine kulturhistorische Einordnung nachvollziehbar ist. Die Gartendenkmalpflege des LWL inventarisiert historische Gärten und Parkanlagen sowie andere gestaltete Landschaftsteile. Die Gartendenkmalpfleger:innen unterstützen die Unteren Denkmalbehörden mit Fachgutachten, um denkmalwerte Freiräume unter Schutz zu stellen. Zur Rekonstruktion von historischen Gartenanlagen können Parkpflegewerke entwickelt und im Anschluss Parkpflegeseminare umgesetzt werden.

Fachinformationen

Weitere Informationen zur Anlage erhalten Sie im Kulturlandschafts-Informationssystem LWL-GeodatenKultur.

In LWL-GeodatenKultur finden Sie Interessantes und Wissenswertes zum reichen bau- und landschaftskulturellen Erbe von Westfalen-Lippe. Entdecken Sie Spuren und Zeugnisse der Vergangenheit. Diese erzählen von der geschichtlichen Entwicklung unserer vielfältigen Kulturlandschaften. Baudenkmäler, Bodendenkmäler und Gartenanlagen sind wertvoller Teil des kulturellen Erbes. Auch historische Kulturlandschaftselemente wie Hohlwege, Bildstöcke, Alleen und alte Landnutzungsformen wie Niederwälder gehören dazu. In seiner Gesamtheit bestimmt das kulturelle Erbe die charakteristische Eigenart der westfälisch-lippischen Kulturlandschaften.