Fazit: Wasser unter Druck
Wasser war für uns lange selbstverständlich – doch diese Zeit ist vorbei. Heute wird immer deutlicher: Unsere Wasserversorgung steht vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel mit steigenden Temperaturen, versiegelten Böden und eine intensive Nutzung der Ressource führen dazu, dass Experten langfristig mit einem Rückgang des Grundwassers rechnen. Schon jetzt sind fast die Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland von Grundwasserstress betroffen. Das bedeutet: Es wird mehr als ein Fünftel des Grundwassers entnommen, das sich jährlich neu bildet.
Wasser ist überlebenswichtig – für Pflanzen und Tiere gleichermaßen. Hitzestress und Dürre setzen der Natur schwer zu. Besonders im trockenen Frühjahr 2025 blieb laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) der „Startschuss“ für die Natur aus, mit spürbaren Folgen für die Pflanzenentwicklung. Normalerweise können Pflanzen in Trockenphasen auf gespeichertes Bodenwasser zurückgreifen. Doch bei anhaltender Dürre versiegen auch diese Reserven. Die Folgen: Wachstumsstörungen, Absterben von Pflanzen und ein Rückgang der Artenvielfalt. Besonders betroffen sind empfindliche Ökosysteme wie Feuchtgebiete und Wälder. Langfristig destabilisiert das ganze Lebensräume und schwächt ihre Widerstandskraft gegen weitere Belastungen.
Historische Gärten und Parks - ein Kulturerbe in Gefahr. Auch die Vegetation in Gärten und Parks leidet unter der Trockenheit. Besonders historische Anlagen mit alten Baumbeständen sind betroffen. Eine Studie der TU Berlin zeigt: 59 Prozent aller Bäume in 62 untersuchten historischen Gärten und Parks deutschlandweit weisen Schäden auf. Die Probleme hängen dabei sowohl vom Standort als auch von der Baumart ab. Sogenannte „Zukunftsbaumarten“ – also Arten, die gut an den Klimawandel angepasst sind – schneiden besser ab. Der Klimawandel bedroht somit nicht nur die Natur, sondern auch unser kulturelles Gartenerbe.
Lösungsansätze - Wie wir uns anpassen können. Die Herausforderungen sind groß, aber es gibt Wege, ihnen zu begegnen:
- Grüne und blaue Infrastruktur: In Städten helfen Entsiegelung, mehr Grünflächen und begrünte Fassaden, um kühlende Effekte zu schaffen und Verdunstung von Wasser zu reduzieren.
- Bewusstsein schaffen: Jeder und jede kann den Wasserverbrauch im eigenen grünen Refugium reduzieren und sich an die aktuellen Bedingungen anpassen.
- Klimaresistente Bäume: In Grünanlagen und historischen Parks können widerstandsfähige Gehölze mit ähnlichem Aussehen nachgepflanzt werden.
Die Zeichen sind klar - Wasser ist kostbar und es liegt an uns, verantwortungsvoll damit umzugehen.