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Schlosspark Siegen Oberes Schloss

Auf der Kuppe des über 300 Meter hohen Siegbergs ist das Obere Schloss gelegen. Von dort lässt sich die Stadt Siegen mit ihrem historischen Kern überblicken. Um die Gebäude aus dem 15. Jahrhundert erstrecken sich auch die vielfältigen Schlossgärten auf einer Fläche von rund 2,3 Hektar.

Der historische Park bestand aus mehreren Teilen: Der Blumengarten grenzte an den Sack- und Hexenturm – in beiden Türmen wurden Häftlinge eingesperrt. Über eine Zugbrücke hinter der Schlosskapelle gelangte man in diesen Blumengarten, aus dem ein Tor in den Großen Garten führte. In direkter Nachbarschaft zum Oberen Schloss befand sich das Jesuitenkolleg mit Kirche und eigenem Garten. Zusätzlich lag vor dem Schloss der Hasengarten und das Zeughaus, das inzwischen zum Studentenwohnheim umgebaut ist.

Heute ist der Schlossark einerseits durch zahlreiche alte Bäume und andererseits durch die bunten, blühenden Beete geprägt, denn er wurde als Ziergarten angelegt. Mit etwa 60.000 Tulpen beginnt im Frühjahr die jährliche Blütenpracht im Schlosspark. Die Blumen werden in der stadteigenen Gärtnerei herangezogen und dreimal im Jahr ausgetauscht. Zwischen den Blumen und Bäumen sind zeitgenössische Skulpturen im Park ausgestellt: An den 1577 in Siegen geborenen Peter Paul Rubens erinnert der Rubens-Brunnen mit einer Plastik des Bildhauers Hermann Kuhmichel. Unter einem Zeltdach im südlichen Teil des Schlossparks findet im Sommer ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Konzerten und Theaterstücken statt.

Die Schlossgärten kaufte die Stadt Siegen schon 1888 vom Preußischen König, um einen Bürgerpark einzurichten. Dieser wurde öffentlich zugänglich, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss öffnete.

Während des Nationalsozialismus wurden auf den Grünanlagen zwei Hochbunker errichtet. Die Bauten waren teilweise in die historische Befestigung des Schlosses integriert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Schlosspark saniert und in der 1970er-Jahren den Bedürfnissen der Einwohner von Siegen angepasst.

Der Ursprung des Oberen Schlosses ist eine mittelalterliche Höhenburg gewesen, die im gemeinschaftlichen Besitz der Erzbischöfe von Köln und der Grafen von Nassau war. Später – als die Burg allein den Nassauern gehörte – wurde sie zum Schloss umgebaut und diente zeitweise als Residenz der Grafen.

Am Fuße des Siegbergs liegt noch das Untere Schloss in der Innenstadt von Siegen. Es wurde zwischen 1659 und 1720 als Residenz der evangelischen Fürsten zu Nassau-Siegen errichtet, verfügt aber über keinen Garten oder Park.

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