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Rosendorf Assinghausen in Olsberg

Das Motto „Ein Dorf – ein Garten“ erleben Besucher auf vier Rundwegen durch Assinghausen, das im Hochsauerland liegt und ein Teil von Olsberg ist. Rosa Sancta, Flammentanz, Heidetraum und Schneeflocke - diese romantischen Namen tragen die Rosen an den Wegen, welche zwischen 600 Metern und knapp zwei Kilometer lang sind. Sie führen entlang restaurierter Fachwerkhäuser in die farbenfrohe und duftende Welt der Rosen. Die Blicke fallen in die prächtigen Gärten der Einwohner und die Füße tragen durch die öffentlichen Beete. Über 130 Rosensorten sind beschildert und auch winterhart, denn in Assinghausen wechseln sich lange Winter mit Sommern voller blühender Rosen ab.

Alle Rosenwege beginnen in der Ortsmitte, nicht weit vom Denkmal für den Heimatdichter Friedrich Wilhelm Grimme. Von hier lassen sich weitere Besonderheiten des Rosendorfes entdecken: Oberhalb des Grimme-Denkmals steht mit dem Reisenspeicher aus dem Jahr 1556 einer der ältesten Zehntspeicher Westfalens. Die Besitzer des zugehörigen Hofes hatten die Zehntrechte erworben und lagerten im Speicher die Steuereinnahmen in Form von Naturalien.

Vor dem denkmalgeschützten Gebäude liegt der Romantikgarten mit historischen Rosen, die einen außergewöhnlichen Duft verströmen. Von den gemütlichen Sitzgelegenheiten blicken Besucher dort auf die historischen Fachwerkfassaden von Assinghausen und in das Mittelgebirge, das bis zu 850 Meter aufragt. Nicht weit entfernt ist der kleine Klostergarten gelegen, in dem die allgegenwärtigen Rosen von verschiedenen Heilkräutern begleitet werden, die schon zu Klosterzeiten bedeutend waren. Auch die katholische Pfarrkirche St. Katharina ist von Rosen umgeben, die fromme Namen wie Rosa Sancta (Heilige Rose), Heilige Elisabeth und Gloria Dei (Ehre Gottes) tragen.

Robuste Kleinstrauchrosen und mehrere starkwüchsige Rambler sind im Küsterland gepflanzt, dem alten Kurpark mit Wassertretbecken. Sehenswert ist die Küsterlandkapelle, die 1758 als Fuhrmannskapelle am Handelsweg von Bigge über Assinghausen nach Medebach entstand. An dieser Stelle tränkten die Fuhrleute noch einmal ihre Pferde vor dem Anstieg und beteten für eine gute Weiterreise. Im Jahr 1910 wurde sogar eine Lourdes-Grotte aus Natursteinblöcken zur Marienverehrung errichtet. An der benachbarten Kapelle des blutschwitzenden Heilandes von 1862 beginnt ein kurzer historischer Kreuzweg bis zur Grabeskapelle, der 130 Höhenmeter überwindet. Einen passenden Übergang vom Küsterland zu den Wiesen und Wäldern bildet das Wildrosenbeet mit Sorten wie Rotes Meer und Polareis.

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