Karte Münsterland Ostwestfalen-Lippe Ruhrgebiet Südwestfalen
Filteroptionen

Filteroptionen









Labyrinth in Drolshagen

Das Labyrinth ist ein 6000 Jahre altes Symbol, das in Drolshagen aufgegriffen und aus Rotbuchenhecken gepflanzt wurde. Erste Zeichnungen von Labyrinthen sind schon aus vorchristlicher Zeit überliefert: Eine Felsritzung auf Sardinien um 3000 vor Christus ist die älteste bekannte Darstellung. In einem Labyrinth sind die Wege selbst ein sicherer Wegweiser, denn es gibt weder Irrwege noch Sackgassen. Es gibt auch keine Kreuzungen und Wegscheiden, an denen sich Besucher entscheiden müssen. Jeder, der auf dem Weg bleibt und nicht aufgibt, kommt ans Ziel – die (eigene) Mitte. Ebenso sicher führen die Wege auch wieder aus dem Labyrinth.

Diese Zuverlässigkeit unterscheidet Labyrinthe von Irrgärten, die auf verschiedenen Bauplänen und Botschaften beruhen. In Irrgärten können Menschen vom richtigen Weg abkommen, sich verirren und schließlich verloren gehen. Das kann in Labyrinthen nicht passieren, weil die Wege zur Mitte zwar lang, aber sicher sind.

Diese Erfahrung können auch Besucher im Drolshagener Labyrinth machen. Die Strecke entlang der Rotbuchenhecken ist knapp 400 Meter lang, obwohl es weniger Umgänge besitzt als das klassische Modell in der Symbolwelt des Christentums. Dort sind es elf Umgänge, weil die Zahl aus christlicher Sicht zwischen der Zehn für die Gebote und der Zwölf für das vollständig Gewordene steht. Somit können die elf Umgänge jene Unvollkommenheit bedeuten, die jeden Lebensweg bestimmt.

Labyrinthe wie in Drolshagen finden sich selten in Gärten oder Parks. Verbreiteter sind Irrgärten, die seit der Renaissance als spielerische Elemente in herrschaftlichen Parks angelegt wurden. Die Initiatoren des Drolshagener Labyrinth sind Bürger, die seit vielen Jahren das Ziel verfolgen, die historischen und kulturellen Besonderheiten der Landschaft zu verdeutlichen und für Einwohner und Besucher attraktiv zu machen. Die verschiedenen Attraktionen sind in der Initiative „Landschaftsgarten Drolshagen“ vernetzt und erläutert. Neben dem Labyrinth gibt es historische „Schlüsen“, ein Hohlwegesystem entlang alter Handelswege, und die „KuLTour“, bei der Kunst und Landschaft auf einem Wanderweg in Szene gesetzt werden.

Willkommen im Portal der Gartenkultur in Westfalen-Lippe!

Diese Seite bietet Ihnen umfangreiche Informationen zu Gärten und Parks in Westfalen. Verschaffen Sie sich einen Eindruck von der Vielfalt an Anlagen in der Region, von den Gärten an mittelalterlichen Klosteranlagen über Barock- und Landschaftsparks bis hin zu zeitgenössischen Parkanlagen. Erfahren Sie hier mehr über die 120 Gärten und Parks – von der Geschichte der Anlagen über die oftmals im Laufe der Zeit erfolgten Veränderungen bis zu ihrer heutigen Nutzung.