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Erwitte, Kurpark Bad Westernkotten

Das „weiße Gold“ ist der Ursprung des weitläufigen Kurparks in Bad Westernkotten: Denn kostbares Salz wurde seit dem Jahr 700 in dem kleinen Ort gewonnen. An die Vergangenheit als Sälzerdorf erinnern zwei mächtige Gradierwerke, die 120 bzw. 58 Meter lang und knapp 13 Meter hoch sind. Heute dienen diese Zeugnisse der früheren Industrie zur heilsamen Inhalation salziger Luft. Und nicht nur die Besucher des Kurparks genießen das salzhaltige Klima, sondern auch die Pflanzenwelt. Rings um die Gradierwerke und einen alten Solebrunnen sprießen Erdbeerklee, Salzschuppenmiere, Spießmelde und echter Sellerie, die sonst an der Küste heimisch sind.

Nachdem die Salzproduktion 1949 in Bad Westernkotten endgültig eingestellt wurde, entstand der Kurpark um die beiden Gradierwerke und einen Solebohrturm. Die Äcker und Nutzgärten wurden von Häftlingen mit Wegen versehen sowie mit Hilfe von Schulkindern und Lehrern mit rund 14.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Längst sind diese zu schattenspendenden Gruppen oder markanten freistehenden Bäumen aufgewachsen, ergänzt durch weite Rasenflächen und farbenfrohe Blumenbeete.

Den Titel „Bad“ erhielt Westernkotten 1958, im selben Jahr wurde die Kurhalle gebaut. Dort befinden sich heute das Sälzerstübchen, ein Veranstaltungssaal und die Wunderkammer - eine Ausstellung mit Exponaten aus Natur, Geschichte, Technik und Kunst. Auch der windgeschützte Sonnenhof vor der Kurhalle ist für eine Pause an der frischen Luft perfekt. Vor allem nach sportlichen Aktivitäten im Kurpark, der Minigolf, Boccia, Tischtennis, Gartenschach, den NordicAktivPark und ein Wassertretbecken für Kneipp-Anwendungen bietet.

Staatlich anerkanntes Heilbad ist Bad Westernkotten seit 1975. Um diese Zeit wurden der große Fontänenbrunnen im Park und ein weiterer Brunnen vor der Kurhalle gebaut. Ein aus sieben Granitscheiben und Edelstahl bestehender, moderner Brunnen markiert seit 1994 den Übergang vom Kurpark zu den Hellweg Sole-Thermen an der Kurpromenade. Über diese beliebte Flaniermeile erreicht man nach einer kurzen Strecke den historischen Kornspeicher des Guts Weringhof, ein Denkmal aus dem 17. Jahrhundert. Beim Promenieren trifft man auch auf die „Alltagsmenschen“, lebensnah gestaltete Betonskulpturen der Wittener Künstlerin Christel Lechner, die die Besucher zum Schmunzeln bringen. Etwas längere Spaziergänge führen in den Muckenbruch. In diesem Niedermoorgebiet wird der Torf für die Anwendungen im Moorbad abgebaut.

Die Tradition des Salzsiedens lebt bis heute beim jährlichen Siederfest im Kurpark fort. Dann demonstriert der Verein der Heimatfreunde die Salzproduktion aus Sole über dem offenen Feuer.

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