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Stadtpark Bochum

Der Stadtpark Bochum, der erste öffentliche Stadtgarten im Ruhrkohlenbezirk, präsentiert sich als lebendiger Park im Stile eines englischen Landschaftsgartens. Verschiedene Parkräume wie Rosen-, Dahlien-, Rhododendron- oder Staudengärten, der alte vielfältige Baumbestand eingebettet in das abwechslungsreiche Geländerelief und der Teich mit den großen Wasserfontänen machen den 31 Hektar großen Stadtpark zum modernen Erlebnis von historischer Gartenkunst.
Der über 100 Jahre alte Bismarckturm, an der höchsten Stelle des Parks gelegen, ist auch heute noch ein Aussichtsturm mit weitem Blick über den Park. Im historischen Parkhaus befindet sich die Gastronomie im Stadtpark und das 2001 wiedereröffnete Milchhäuschen ist als Eiscafé bei Groß und Klein sehr beliebt. Ein Wasserspielplatz ergänzt das historische Parkensemble. Für Kunstinteressierte bietet der Park moderne Plastiken von Ales Vesely und Richard Serra. Der Park steht wegen seiner besonderen historischen und künstlerischen Bedeutung unter Denkmalschutz. Besonders stimmungsvoll ist ein Besuch des Stadtparks zur Rhododendren- und Rosenblüte im Mai und Juni sowie zur Zeit der Herbstfärbung im Oktober und November.

Dem Zeitgeist der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert entsprechend, wurde der Stadtgarten im sogenannten gemischten Stil geplant und gebaut. Das heißt, malerische, landschaftliche Gartenräume wurden um geometrische Elemente, in Verbindung mit dem Parkhaus, Eingangs- und Erschließungsachsen und Schmuckbauten, ergänzt. Dem Repräsentationsbedürfnis der Zeit folgend, pflanzte man gut 700 verschiedene, zum Teil fremdländische Gehölzarten wie Götter-, Tulpen-, Amber- und Trompetenbäume. Ihr bizarrer Wuchs, ihre auffallende Belaubung und ihre kontrastreiche, leuchtende Herbstfärbung erzeugten im bewegten Gelände – wie Zeitzeugen berichteten – „Landschaftsbilder von mannigfachen Reizen“.

Erst die letzte große Erweiterung in den Jahren 1903 bis 1905 vollendete die Gesamtanlage. Noch ehe Bochum 1904 durch Eingemeindung von vier Nachbardörfern zur Großstadt wurde, hatte die Kommune im nördlichen Nachbarort Grumme ungefähr elf Hektar Land gekauft, um den Stadtgarten zu erweitern. Erst 1909 wurde der Grundstein für einen Bismarckturm gelegt, der 1910 eingeweiht wurde.
In den Jahren 1933 bis 1939 wurde der Stadtpark um einen Tierpark erweitert. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren litt der Park durch unmittelbare Kriegseinwirkungen und der anschließenden völligen Vernachlässigung. Die Stadt Bochum beseitigte kontinuierlich diese Schäden und gestaltete gleichzeitig neue Parkbereiche.

Quelle: Wolfgang Gaida, Helmut Grothe, 2010: Barocke Pracht, Bürgerstolz und Orte des Wandels – Gärten und Parks im Ruhrgebiet, Essen

 

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