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Nordsternpark in Gelsenkirchen

Der Nordsternpark Gelsenkirchen ist heute ein fester Bestandteil der Naherholung in den Gelsenkirchener Stadtteilen Horst und Heßler. Besucher aus der gesamten Region kommen, um im Park spazieren zu gehen, Rad zu fahren oder auf den unterschiedlichen Aussichtspunkten in die Ferne zu blicken. Im Sommer ist das Kinderland mit den bespielbaren Wasserkaskaden ebenso ein Anziehungspunkt wie das Amphitheater für Opern-Air-Veranstaltungen oder der Biergarten vor dem ehemaligen Förderturm der Zeche Nordstern. Bis in die späten Abendstunden kann man im Sommer im Park verweilen und die ruhige Atmosphäre genießen.

Der Besucher findet ausgedehnte Wiesenflächen und schattige Waldkulissen, Wasser in allen Formen – als Naturteich oder Spielhafen, als Kanal oder zukünftig als Emscherfluss – Gärten der Landschaft und Gärten der Stadt, einen Haldenpark mit alpinem Klettergarten und imposante Erdarchitektur mit einem Haldendurchstich und einer Haldenpyramide.

Der etwa hundert Hektar großen Park ist ein Kaleidoskop des Ruhrgebietes: Bergehalden, stählerne Türme und Gerüste, Linienbündel von Freileitungen, Schienensträngen und Wasserstraßen sowie grüne Inseln inmitten allgegenwärtiger Dachlandschaften. Die beiden sichtbaren Wahrzeichen des Nordsternparks – der ummauerte Förderturm der ehemaligen Zeche Nordstern und die imposante Doppelbogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal – spannen einen Bogen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und weisen damit in die Zukunft des Landschaftsparks.

Fördertürme und Zechengebäude sind wichtige Landmarken und bilden Identifikationspunkte im Landschaftsraum. Die vielfache Überformung der Industrie-Kulturlandschaft bleibt gegenwärtig, da auf ästhetisierende, glättende Harmonie zwischen dem Liegengelassenen und dem Neuen verzichtet wird. Unterschiede werden nicht verwischt. In der Sprache der Industrie-Kulturlandschaft werden lineare Achsen, Böschungskanten und Uferlinien aufgenommen und symbolisch akzentuiert.
Den städtebaulichen Akzent setzt der Gewerbepark im Ensemble der ehemaligen Zechengebäude, die durch einen Festplatz und eine großzügige Freitreppe in das angrenzende Quartier einbezogen werden. Das Quartier findet seine Ergänzung durch neues Wohnen am Nordsternpark.

Dank einer Dynamik, die von der Bundesgartenschau und der Internationalen Bauausstellung Emscher Park ausging, ist die ursprüngliche Brachfläche in wenigen Jahren zu einem Stück blühender Landschaft umgeformt worden. 1997 erlebte der Landschaftspark dann mit der Bundesgartenschau ein sommerlanges Eröffnungsfest. Das Wahrzeichen des Nordsternparks, der alte Förderturm, wird seit Dezember 2010 von der weithin sichtbaren Skulptur des blauen Herkules von Markus Lüpertz gekrönt.

Quelle: Wolfgang Gaida, Helmut Grothe, 2010: Barocke Pracht, Bürgerstolz und Orte des Wandels – Gärten und Parks im Ruhrgebiet, Essen

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