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Botanischer Garten Rombergpark in Dortmund

Ursprung des Botanischen Gartens in Dortmund ist das Wasserschloss Brünninghausen. Es gehörte der Familie von Romberg, die es 1927 mit dem Park an die Stadt Dortmund verkauft hat. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das klassizistische Schloss zerstört – einziger Rest ist das Torhaus von 1681. Bis heute bildet es den Haupteingang zum Rombergpark, der im weiten Tal des Schondellenbach liegt.

Der Park als Naherholungsgebiet vereint Gartenkunst des 19. Jahrhunderts und eine wissenschaftliche Gehölzsammlung, das Arboretum. Schon der Haupteingang, der am ehemaligen Schlossgraben liegt, ist von üppigen Rosskastanien umgeben. Anschließend führt eine Lindenallee zum großen Teich, an dessen Ufern sich das historische Torhaus befindet. Der ganze Rombergpark ist von alten Bäumen durchzogen, von denen einige bis zu den Wipfeln mit Efeu bewachsen sind. Die verschiedenen Baumriesen schmücken die Talwiesen, versammeln sich im Hochwald und überragen Strauchensembles. Das Prachtstück ist eine fast 200 Jahre alte farnblättrige Buche.

Den englischen Landschaftspark am Schloss Brünninghausen, Kern des Botanischen Gartens, gestaltete der Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nachdem die Stadt Dortmund das herrschaftliche Anwesen übernommen hatte, wurde der Rombergpark für Besucher zugänglich. Damals plante Richard Nose, der Dortmunder Garten- und Friedhofsdirektor, den Landschaftspark um einen Botanischen Garten und ein Arboretum zu erweitern.

In den 1930er-Jahren wurde die drei Hektar große Gehölzsammlung auf einem Geländerücken westlich der Talwiese angelegt. Seitdem werden die Pflanzenbestände des Rombergparks kontinuierlich erweitert. Vor allem Mitte der 1990er-Jahre sind viele neue Gehölze hinzugekommen: Schneebälle, Forsythien, Weigelien, Mahonien, Lorbeerkirschen, Magnolien sowie seltene Rhododendren und Koniferen.

Die großen Wiesen am eisenhaltigen, roten Schondellenbach verbinden die einzelnen, sehr vielfältigen Teile des Parks: Die Moor- und Heidelandschaft bringt den Besuchern eine einzigartige, aber gefährdete Landschaft näher. Besonderheiten sind auch der Rhododendronwald, der mit über 100 Rhododendron- und Azaleenarten jeden Mai in voller Blüte steht, und das Primeltal. Es wird von einem rostroten Bach durchflossen, der im Rombergpark entspringt. Rund um die Quelle sprießen verschiedene Farnarten, während sich zahlreiche Primeln auf den sumpfigen Gebieten entlang des Baches angesiedelt haben.

Weitere gestaltete Bereiche, die zum Entdecken und Erholen einladen, sind der Clematisgarten, der englische Staudengarten, der Heilkräutergarten und die Tropenhäuser mit dem Café Orchidee für eine Pause in der exotischen Pflanzenwelt. Davor erstreckt sich ein Wasserbecken mit Seerosen, das von Blumenbeeten umgeben ist.

Quelle: Wolfgang Gaida, Helmut Grothe, 2010: Barocke Pracht, Bürgerstolz und Orte des Wandels – Gärten und Parks im Ruhrgebiet, Essen

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