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Stadtpark und Botanischer Garten Gütersloh

Eine Besonderheit ist die Eiswiese im Süden des Gütersloher Parks. Sie wird im Winter geflutet und verwandelt sich bei frostigen Temperaturen in eine herrliche Natureisfläche. Dann können sich Schlittschuhläufer vergnügen. Sind Eis und Schnee geschmolzen, erblühen im Botanischen Garten unzählige Tulpen, Narzissen und Blausterne, denen eine reizvolle sommerliche Staudenpracht folgt.

Auch der Geruchstunnel im Botanischen Garten ist einen Besuch wert. Dazu hat der Künstler Olafur Eliasson rund 50 verschiedene Stauden und Gehölze inszeniert, die sich duftend um ein Stahlgerüst ranken. Die zarten Düfte und würzigen Gerüche von Rose, Clematis, Lavendel oder Thymian sollen für die Sinnesreize der Natur sensibilisieren. Später im Sommer laden die Sonnenstrahlen zum Licht- und Luftbad an der Dalke ein. Das Holzdeck mit vielen bequemen Liegen reicht bis an die Wasseroberfläche des kleinen Nebenflusses der Ems.

Dieses 2006 eingerichtete Bad und der Geruchstunnel zählen zu den zahlreichen Veränderungen im Stadtpark und Botanischen Garten seit den 1990er-Jahren. Der Blumengarten wurde 1992 nach alten Plänen und Fotos erneuert, und einige Jahre später sind verschiedene Sonder- und Themengärten hinzugekommen. Inzwischen können Besucher durch einen Sonnengarten, Apothekergarten, Brunnengarten und naturnahen Garten streifen.

Noch ganz frisch erblüht der Lavendelgarten, den die Bertelsmann Stiftung im Jahr 2012 der Stadt Gütersloh geschenkt hat. Für eine gemütliche Pause sorgt das Palmenhaus-Café. Hier kann man einen Panoramablick auf das satte Grün genießen. Erneuert wurden die Wege und Spielplätze im Park. Eine besondere Herausforderung für Kinder ist der Kletterwald.

Um den Bürgern mehr Erholung, Entspannung und sportliche Aktivitäten zu ermöglichen, wurden der Stadtpark und der Botanische Garten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt. Im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltete der Gartenarchitekt F. W. Schoedder von 1909 bis 1914 den Stadtpark. Diesen zeichnen weit geschwungene Wege, sanfte Bodenwellen und kulissenartige Baumgruppen aus. „Westfälischer Gülderling“ oder „Schöner aus Wiedenbrück“ - welches Obst sich hinter diesen Namen verbirgt, finden Besucher im großen Obstgarten am Parkeingang heraus. Denn dort wachsen einige fast vergessene Obstsorten.

Den knapp 16 Hektar großen Stadtpark ergänzt seit 1912 ein Botanischer Garten, den Karl Rogge mit typischen Elementen der geometrischen Gartenkunst plante. Über viele Jahre erschuf er einen Garten, der Vorbild für die Villengärten der wohlhabenden Bürger sein sollte und einen Gegensatz zu den geografisch-systematisierenden Sammlungen bildete. So ziehen sich umgrenzte Wasserbecken, Laubengänge mit Sitznischen und hohe Hecken aus Hainbuchen durch den Botanischen Garten in Gütersloh.

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