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Schlosspark Schötmar in Bad Salzuflen

Der einstige Lustgarten am Schloss Schötmar hat sich im vergangenen Jahrhundert zu einem innerstädtischen Park gewandelt, den Bewohner und Besucher zum Ausruhen nutzen können. Gelegen ist der Bürgerpark in Schötmar, einem Vorort von Bad Salzuflen, der auch für seinen Kurpark bekannt ist. Heute ist der Steingarten wieder schön anzusehen und in der Kombination von kargem Stein und üppig blühenden Pflanzen von besonderem Reiz.

Die Parkgestaltung und Blütenpracht der Stauden und Sträucher des Steingartens bilden wieder einen der Höhepunkte des Schlossparks.

Das Schloss und der Lustgarten sind im 18. Jahrhundert entstanden. Das Herrenhaus im spätbarocken Stil erbaute der schwedische und kurhessische Staatsminister August Moritz Plato von Donop im Jahr 1729. Die repräsentative Südfront wurde ursprünglich von einer zwei Meter hohen Mauer geschützt, die heute verschwunden ist, so dass die Sicht auf Schloss Schötmar von der Straße aus frei ist.

Ein Blick in das herrschaftliche Bauwerk lohnt: Die Räume, besonders der stilvolle Festsaal, sind reich mit Elementen des Rokokos ausgestattet und werden von der städtischen Musikschule genutzt.

Ein historischer Lageplan von 1775 zeigt nördlich des Herrenhauses einen regelmäßig angelegten Garten. In weiteren Quellen werden ein Blumen-, Küchen- und Obstgarten sowie mehrere Alleen rund um Schloss Schötmar erwähnt. Aus der damaligen Zeit stammen auch die mächtigen Bäume auf der großen Wiese, die nun angenehmen Schatten spenden. Mit fast fünf Metern Stammumfang beeindrucken vor allem ein Spitzahorn und eine Esskastanie.

Wegen hoher Schulden mussten die Nachkommen des Erbauers das Schloss am Ende des 18. Jahrhundert verkaufen. So wurde es nach mehreren Besitzerwechseln zum Sitz der Familie von Stietencron. Das Ehepaar Johann und Catharina von Stietencron gestaltete den Park um und erweiterte ihn auf seine heutige Fläche von 5,5 Hektar. Nach Streitigkeiten mit der evangelischen Kirche ließ das Paar im Jahre 1867 im Park eine Familienkapelle mit Mausoleum errichten. Dorthin gelangen Besucher durch eine Allee mit Eichen. Auch Sohn Iwan Friedrich liebte den Schlosspark und sorgte dafür, dass viele seltene Bäume gepflanzt wurden.


Erweitertet und umgebaut wurde Schloss Schötmar zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Besitzerfamilie konnte nun einen großen Wintergarten am östlichen Seitenflügel und einen von vier Säulen getragenen Balkon an der südlichen Zufahrt nutzen. Diese Veränderungen wirkten sich auch auf den Park aus. Dort verschwanden die schnurgerade, von Linden gesäumte Hauptzufahrt und auch ein großes Wasserbecken, das den Besitzern als Freibad dienen sollte. Denn 1933 ließ der damalige Schlossherr eine Solequelle nahe der Mauer erbohren und das Wasser in das Becken leiten. Diese Stelle ist heute mit einem ovalen Durchblick in der Mauer markiert.

Erst 1949 wurden Schloss und Park von der Stadt gekauft, um den Einwohnern und Besuchern einen Ort zum Entspannen in der Natur zu bieten. Es begann die Umgestaltung zum Bürgerpark: Südlich des Schlosses entstanden ein botanischer Schaugarten sowie ein Stauden- und Heidegarten. Dieser Teil des Parks wurde vor einigen Jahren naturnah umgestaltet. Der Schlosspark Schötmar wartet heute außerdem mit einer Boulebahn und Konzerten auf.

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