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Park Bad Hermannsborn in Bad Driburg

Fast nur Eingeweihten bekannt ist die Parkanlage Bad Hermannsborn. Um 1860 begann die Nutzung der Heilquellen von Hermannsborn mit Bade- und Trinkkuren. Zu dieser Zeit war der Flaschenversand des Hermannsborner Mineralwassers weitaus bedeutender als der des benachbarten Bad Driburg. 1896 wurde Hermannsborn als Badekurort anerkannt und darf sich seitdem „Bad Hermannsborn“ nennen.

Mit dem Erwerb der Kuranlage im Jahr 1924 durch die Barmer-Ersatzkasse, der damals größten Krankenkasse für Angestellte, begann der Aufschwung und Ausbau des Bades.
Innerhalb eines Jahres errichtete der  Architekt Julius Beckmann aus Barmen ein Kur- und Erholungsheim und legte den rund 20 Hektar großen Kurpark an. Als Abschluss wurde 1925 oberhalb am Hang das große repräsentative Kurhaus mit  Gesellschaftsräumen und Gästezimmern eröffnet. Das zentrale Gebäude erinnert in seiner Erscheinung an barocke Schlossbauten.

Mehrere, in den letzten Jahrzehnten neu errichtete Erweiterungsbauten vervollständigen heute den Gebäudekomplex. Während die meisten Anbauten in Form und Material mit dem historischen Kurhaus korrespondieren, entstand im Westen ein großer Flachdachzweckbau mit einer Schwimm- und Gymnastikhalle.
Dem modernen Gebäudekomplex sind ein großer Teich mit Steg und Fontäne sowie eine abstrakte Metallskulptur des Bad Driburger Bildhauers Franz-Josef Hartmann vorgelagert. Sie stellt – von unten nach oben betrachtet – symbolisch den Lebenskampf bis hin zur Läuterung dar.
Seit 2006 befindet sich die Anlage im Eigentum der Familie Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, die damit neben dem Gräflichen Park in Bad Driburg eine weitere bedeutende Parkanlage in der Region unterhält.

Bereits beim Durchschreiten der zwei Torgebäude mit den konvex gewölbten Anbauten öffnet sich an den Kolonnaden der Blick auf den Park.
Das historische Kurhaus ist auffällig aus der Achse der Zufahrt mit der dominierenden Kastanienallee gedreht. So können die überraschten Besucher erst vom zentralen Blumenrondell aus auf die Hauptfassade des Gebäudes blicken. Vor dem Kurhaus und entlang der repräsentativen Auffahrt erhalten die aufwendig gestalteten Zierbeete eine farbenprächtige Frühjahrs- und Sommerbepflanzung.
Die westlichen und östlichen Bereiche des Kurparks sind landschaftlich gestaltet. Im Osten
wird ein kleines Eichenwäldchen von einem Umgangsweg erschlossen. Die Unterbepflanzung
des Wäldchens mit schattenverträglichen Rhododendron und Azaleen bietet zur Blütezeit im Frühjahr ein farbenprächtiges Spektakel. Vom Pavillon auf der westlichen Parkseite ergibt sich ein fabelhafter Blick über die Parkanlage. Entlang der Randwege kann man schöne Ausblicke in die umgebende Landschaft genießen.
Ein weiteres markantes Element des Parks sind die Teichanlagen mit Wassertreppen und Fontäne. Und von der reichlich mit Sitzgelegenheiten ausgestatteten Terrasse des Kurhauses kann man den Blick über den Park genießen.

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