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Nordpark in Bielefeld

Innerhalb des dicht bebauten Stadtgebietes von Bielefeld hat der Nordpark mit seinem alten Baumbestand und den großen weiten Rasenflächen eine wichtige Funktion für die wohnungsnahe Erholung. Er wurde 1937 mit geometrischen Gestaltungselementen angelegt. Während des Zweiten Weltkrieges und danach wurden im Park Kartoffeln angebaut. Aus dem „Kartoffelacker“ entstand in den Jahren des Wiederaufbaus der heute rund sieben Hektar große landschaftlich gestaltete Stadtpark.

Beliebter Treffpunkt der Parkbesucher ist ein eingeschossiger, klassizistischer Pavillon. Das Gebäude wurde 1830 als Teehaus von der Familie Osthoff im Garten ihrer Villa an der Detmolder Straße errichtet und später in den Nordpark versetzt. Vermutlich plante ein Schüler des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel den Gartenpavillon. Er gilt als ein seltenes Zeugnis der preußisch-klassizistischen Epoche und steht unter Denkmalschutz.

Seit 1955 wird er im Nordpark als Café genutzt. Im Jahr 2011 wurde der Pavillon von Grund auf saniert und um einen modernen Glasanbau und eine Heizung erweitert, womit das Gartenlokal nun auch in der kalten Jahreszeit den Besuchern aus dem Warmen heraus einen schönen Blick auf den winterlichen Park bietet.

An der Südseite des Gartenpavillons findet vom Spätsommer bis zum Herbst eine Dahlienschau statt. Verschiedene großblumige und reichblühende Dahlien sowie außergewöhnliche Neuzüchtungen werden im Schaugarten alljährlich zu prächtigen Pflanzungen arrangiert. Hinweisschilder mit Sortenbezeichnungen unterstützen Freizeitgärtner bei der Auswahl für den eigenen Hausgarten.

Seinen Spaziergang durch den ausgedehnten Park kann man von mehreren Zugängen aus beginnen. Die großen Rasenflächen stehen genau wie bei allen anderen Parkanlagen der Stadt Bielefeld als Spiel- und Liegewiesen zur Verfügung. Im südlichen Teil des Parks gibt es einen Spielplatz und am Pavillon einen Minigolfplatz. Der Spielplatz wurde im Jahr 2012 im Rahmen eines Projektes des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes von einer Gruppe von 16 Jugendlichen aus der ganzen Welt vollständig umgebaut und erneuert.

Große Einzelbäume und eine dichte Bepflanzung mit Sträuchern und Wildstauden schirmen den Park gegen die umgebende Wohnbebauung ab. Im nordöstlichen Bereich ist zudem vor einigen Jahren ein kleiner Rosengarten angelegt worden, der die Besucher im Sommer mit seinem Duft lockt.

Daneben liegt ein Teich mit einer Wasserfontäne. An den mit Schilf- und Röhricht bewachsenen Ufern des Gewässers stehen einige Hängeweiden. Hier finden zahlreiche Wasservögel Schutz. Auf den Rasenflächen spenden zahlreiche alte Birken, Ahorne und Nadelbäume sowie mächtige Buchen, Eichen und Linden in den warmen Monaten kühlen Schatten. Besonders im Herbst sind die artenreichen Laubgehölze wegen ihrer herrlichen Färbung ein besonderer Blickfang im Park.

Die Idee zur Anlage des Nordparks geht auf den ersten Bielefelder Gartenbaudirektor Paul Meyerkamp zurück. Sein Ziel war es, dass innerstädtische Freiflächen nicht Restflächen zwischen der Bebauung, sondern Teile einer Gartenlandschaft werden sollten, innerhalb derer sich die Stadt entwickeln konnte. Die Grünflächen sollten mit der umgebenden Landschaft verbunden werden und nicht wie Inseln in der dichten Bebauung liegen. Genauso wichtig war es ihm, dass die Bielefelder ihre Grünanlagen als Stätte der Begegnung und Kommunikation nutzen – ein Ideal, das heute noch im Nordpark gelebt wird.

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