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Kurpark Bad Seebruch und Bad Senkelteich in Vlotho

In die Landschaft des Weserberglandes eingebettet, breitet sich der Kurpark zwischen Bad Seebruch und Bad Senkelteich weitläufig aus. Die beiden Bäder gehören zum Ortsteil Valdorf der Stadt Vlotho, die nur wenig weiter nördlich liegt.

Nach der 1978 erfolgten Anerkennung der beiden Bauernbäder Seebruch und Senkelteich als Luftkurorte konnte mit dem offiziellen Kurbetrieb begonnen werden. Die Kurverwaltung richtete  in einem alten Bauernhaus zwischen den beiden Bädern das Haus des Gastes ein. Beidseitig der Linnenbeeke, die sich hier romantisch durchs Tal schlängelt, wurde 1982 der etwa vier Hektar große Kurpark angelegt. Zu beiden Seiten des Baches erstrecken sich heute ausgedehnte Rasen- und Wiesenflächen, in die sich harmonisch ein großer Teich und eine Obstwiese einfügen.

Im Jahr 2000 wurde im Kurpark ein Klanggarten nach der Lehre von Kückelhaus angelegt. Nach seiner Theorie werden die einzelnen Sinne durch ihre gezielte Stimulation geweckt und gestärkt. Durch Ausprobieren verschiedener Objekte im Erfahrungsfeld der Sinne wird das intensive Wahrnehmen und Empfinden gefördert. Ein Summstein, eine Klangsäule, ein Lithophon – ein riesiges Xylophon aus Steinen –, die Rufsäulen und der Wasserstrudel warten darauf, ihre Geheimnisse preiszugeben.

Edward Bach, ein englischer Arzt, begründete die Bachblütentherapie. Die dabei verwendeten Pflanzentinkturen, die die menschliche Psyche stärken, werden aus 37 Wildpflanzen hergestellt. Wer diese Pflanzen nicht nur in Tropfenform, sondern in ihrer vollen Pracht sehen möchte, kann dies im Heilgarten tun: Dort werden die Heilpflanzen kultiviert.

Oberhalb des Kurparks schlängelt sich der Bachlauf durch das hier ausgewiesene Naturschutzgebiet. Der perfekte Ort, um seltene Pflanzen und Vögel zu beobachten, dem Plätschern des Bergbaches zuzuhören oder die Seele baumeln zu lassen.

Schon vor mehr als 200 Jahren hat sich im Tal der Linnenbeeke ein Kurbetrieb etabliert. Die Entstehung der beiden Heilbäder Bad Seebruch und Bad Senkelteich geht auf sogenannte Erdfälle zurück, die zu Einbrüchen an der Erdoberfläche führten. In den Trichtern dieser Erdfälle bildete sich ein von schwefelhaltigem Mineralwasser durchtränktes Moor, das sich hervorragend für Moorbäder eignet. Trink- und Badekuren sind für Bad Seebruch seit 1753 nachgewiesen. In Bad Senkelteich wurde der erste Kurbetrieb 1866 aufgenommen. Im 19. Jahrhundert schuf man dort in unmittelbarer Nähe zum großen Erdfall einen Kur- und Erholungsgarten mit Liegewiese. Dieser befindet sich am Südwesthang hinter dem Kurhaus und wird durch mehrere Terrassen und Treppen gegliedert. Eingebettet hierin liegt ein von höheren Mauern gerahmter Rosengarten, der besonders im Sommer ein Erlebnis für Augen und Nase ist. Eingefasst wird der Rosengarten von geometrisch akkurat geschnittenen Buchsbäumen.

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