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Kurpark Bad Salzuflen

Eingebettet in das lippische Bergland liegt Bad Salzuflen mit seinem traditionsreichen Heilbad. Die Stadt erhielt den Namenszusatz „Bad“ zwar erst 1914, jedoch werden die Solequellen bereits seit dem Mittelalter genutzt. Im Zentrum des Ortes lag um 1048 ein Salzhof, um das kostbare Salz zu sieden. Das erste Gradierwerk wurde 1770 fertig gestellt. An der mit Schlehe gefüllten Holzkonstruktion verdunstet das Wasser und setzen sich Mineralien ab, so dass sich der Salzgehalt der Sole erhöht. Durch den Handel mit dem „weißen Gold“ gelangte Salzuflen zu Reichtum, den die verzierten Bürgerhäuser der Weserrenaissance noch heute widerspiegeln.

Mittlerweile dienen die Gradierwerke als Freiluft-Inhalatorien. Eine Attraktion ist das begehbare Erlebnis-Gradierwerk mit illuminierter Sole-Nebelkammer am Eingang des Kurparks.

Bad Salzuflen ist außergewöhnlich reich an Thermal-, Sole- und Mineralquellen, die aus zehn bis 1000 Meter Tiefe an die Erdoberfläche steigen. Diese Quellen nutzte der Kurarzt Dr. Heinrich Hasse zum Heilen, indem er 1818 die erste Solebadekur verabreichte und so das Kurbad Salzuflen gründete. Aber erst 1855 wurde ein Badehaus errichtet, später folgte ein großzügiges Bade- und Kurmittelhaus mit Sole-Hallenbad sowie Inhalatorium. Diese Gebäude des Heilbads ergänzte ein Kurpark mit drei unterschiedlichen Bereichen.

An den historischen Badehäusern schuf der lippische Hofgärtner Johann Georg Kahl im Jahr 1872 den Rosengarten. Dort konnten die Kurgäste auf einer Promenade in der salzig-frischen Luft des Gradierwerks spazieren gehen und ruhen. Die Blüten und der Duft von zahlreichen Rosen, Stauden und Sommerblumen machten diese Aufenthalte auch zu einem sinnlichen Erlebnis.
Diese Situation können Besucher des Kurparks heute wieder genießen, denn der Rosengarten wurde 2009 nach alten Plänen neu angelegt. Über 3000 Rosen und 800 Stauden – darunter Lavendel, Salbei und Schleierkraut – entführen in die prachtvolle Vergangenheit. Um die Seele baumeln zu lassen, stehen weiße Bänke nach historischem Vorbild bereit.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstand der Neue Kurpark gemeinsam mit dem Bau des pompösen Kurhauses und der Erbohrung des Leopoldsprudels. Auf dem Vorplatz der Konzerthalle ziehen 25 tanzende Fontänen seit 2010 die Blicke auf sich. Es gedeihen 13 verschiedene Ahornarten und einige seltene Bäume wie Sumpfzypressen, die Moupin-Weide und eine Likiang-Gebirgsfichte aus dem chinesisch-tibetanischen Grenzgebiet.

Ein großer und naturnaher Landschaftspark schließt sich an den Kurpark an. Er wurde 1908 zusammen mit dem großen Parksee angelegt und ab Mitte des 20. Jahrhunderts ständig erweitert. Von den nahen Seeterrassen gleitet der Blick über die Wasserfläche mit der  hohen Fontäne in die umgebende Landschaft. Entlang des kleinen Flusses Salze führen mehrere Wanderwege ins lippische Bergland.

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