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Erholungslandschaft Obersee in Bielefeld

Das Gebiet von Obersee und Johannisbachaue ist mit einer Gesamtgröße von über 300 Hektar eine der bedeutendsten Erholungslandschaften Bielefelds und fest in das netzförmige Grünsystem der Stadt eingebunden. Charakteristisch sind der See mit den umgebenden Wald-, Wiesen- und Grünflächen sowie die Johannisbachaue östlich des Eisenbahnviaduktes als weitläufige, offene Kulturlandschaft mit einem Bachlauf und großen Weideflächen. Das Nebeneinander von Freizeitangeboten und Naturerleben sowie Fuß-, Rad- und Reitwege machen das Gebiet zu einer abwechslungsreichen Erholungslandschaft.

Mit 15 Hektar ist der Obersee die größte Wasserfläche Bielefelds. Während seines Baus in den 1970/80er-Jahren wurde der Erdaushub auf den nördlich liegenden Flächen nach dem Vorbild des Ravensberger Hügellandes modelliert, so dass sich heute von hier aus ein wunderbarer Blick über den See und auf den alten Bielefelder Stadtteil Schildesche bietet.

Von Aussichtsplattformen am Nord- und Südufer lässt sich die vielfältige Vogelwelt mit weit über 100 Arten bestens beobachten. Mit etwas Glück bekommt man Haubentaucher, Nilgänse und Eisvögel zu Gesicht. Zu Gast sind gern der Silberreiher und seltener der Fischadler. Ein eigens im See verankertes Brutfloß bietet Wasservögeln die Möglichkeit ungestört zu brüten. Das Gewässer selbst kann aus Naturschutzgründen nicht für Wassersport genutzt werden.

In der rustikalen Fachwerkgastronomie Seekrug kann man im Biergarten sehr gut eine Pause machen. Ein Minigolfplatz, zwei große Spielplätze, ein Beachvolleyball-Areal, ein Kettcar-Verleih und ein Grillplatz lassen bei einem Ausflug keine Langeweile aufkommen. Auf der angrenzenden Wiese finden ganzjährig Veranstaltungen wie das Osterfeuer, das Drachenfest oder die Schilsker Eiswette statt.

Östlich des Obersees und des imposanten Eisenbahnviaduktes erstreckt sich die Johannisbachniederung. Diese weitläufige, offene Auenlandschaft ist ein wertvoller Lebensraum. In Teilen der Johannisbachaue wird die Landschaftspflege ganzjährig von einer urtümlichen Heckrinderherde übernommen. Heckrinder sind eine Rückzüchtung, die in Gestalt und Robustheit den ausgestorbenen Auerochsen ähneln. Die Tiere leben das ganze Jahr im Freien.

Durch die schonende Beweidung entwickelt sich auf den Flächen ein strukturreicher Lebensraum aus kurzem Weiderasen, höheren Stauden und Gebüschen. Ziel ist es, gefährdeten oder verloren gegangenen Arten wieder einen Lebensraum zu bieten und gleichzeitig den Erholungs- und Freizeitwert der Landschaft zu steigern.

Beim Spaziergang durch die Aue genießt man schöne Blicke über das landwirtschaftlich genutzte Tal, zum Teutoburger Wald und auf die Hofstellen Meyer zu Jerrendorf, Wehmeier und den Halhof. Letzterer mit Hofcafé, Heuhotel und Direktverkauf von landwirtschaftlichen Produkten. Auch Reitern begegnet man hier häufig.

Ab 2013 wird sich oberhalb der Höfe ein weiterer Fußweg durch Wiesenflächen schlängeln. Bei günstiger Wetterlage wird man mit einem tollen Fernblick über die Aue zur Mittelgebirgskette des Teutoburger Waldes belohnt. Oben auf der Kuppe lädt schließlich ein Findlingsgarten zum Rasten und Bestaunen der geologischen Fundstücke ein.

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