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Botanischer Garten Bielefeld

Der Botanische Garten Bielefeld wurde im Sommer 1912 der Öffentlichkeit übergeben. Vor dem Hintergrund zunehmender Bebauung in der Stadt und damit einhergehender Reduzierung alten Gartenlandes entwickelte sich die Anlage, nahe dem Stadtkern, zu einem sehr gern angenommenen Erholungs- und Freizeitangebot für die Bevölkerung. Der Garten war und ist zu jeder Zeit für jedermann zugänglich – eine Einzäunung hat es nie gegeben.

Ursprung des Botanischen Gartens war eine große Wald- und Wiesenfläche von rund einem Hektar, das die Stadt Bielefeld im Jahr 1910 als Erweiterungsgelände für den Johannisfriedhof kaufte. Letztendlich wurde die Fläche hierfür jedoch nicht benötigt, weil die Stadt Bielefeld stattdessen den Sennefriedhof einrichtete. Der damalige Garteninspektor Paul Meyerkamp nutzte die brach liegende, topographisch aber interessante und sonnenexponierte Lage, um dort einen Botanischen Garten anzulegen. Er sollte als Schaugarten für jedermann dienen und für den Schulunterricht hilfreich sein. Der wissenschaftliche Aspekt spielte bei der Gestaltung eine eher untergeordnete Rolle – der Garten sollte schlichtweg eine Augenweide sein.

Mittelpunkt des Gartens ist bis heute ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1823. Im Gebäude befinden sich das Büro des Leiters des Botanischen Gartens sowie die Unterkunft der im Garten beschäftigten Mitarbeiter. Außerdem dient es dem Förderverein „Freunde des Botanischen Gartens“ als Vereinsgebäude. Der sich im Süden an das Gebäude anschmiegende Gartenhof mit Pavillon wurde 2010 fertiggestellt und lädt zum Verweilen ein. Er bietet auch Raum für gelegentliche kleine und feine Veranstaltungen in idyllischer Umgebung.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Fachwerkhauses entstand unter Ausnutzung des sonnenverwöhnten Südhanges bereits im Jahre 1915 das Alpinum. Es umfasste schon damals etwa 500 verschiedene Pflanzenarten, die auch heute noch dort wachsen und gedeihen.
Vom Haupteingang des Botanischen Gartens eröffnet sich dem Besucher ein schöner Blick auf das Fachwerkhaus und die dahinter liegende Buchenwaldkulisse. Das am Eingang liegende große Beet war ursprünglich mit Rosen bepflanzt, diente aber von Beginn an der Präsentation von Wechselbepflanzungen und Stauden – ein Blickfang für die ankommenden Gartenbesucher. Seine jahreszeitliche Bepflanzung ändert sich von Jahr zu Jahr.

Ein besonderes Augenmerk galt immer schon den Moorbeetpflanzen. Insbesondere zur Blütezeit sind die zahlreichen Azaleen- und Rhododendronarten vor der Waldkulisse eine wahre Augenweide.
Im Botanischen Garten wurde seit seiner Eröffnung immer wieder gebaut und umgestaltet. Das Seerosenbecken von 1927 mit daran anschließender Rasenfläche und Pergola mit Sitzgelegenheiten aus den 1960er-Jahren, das kleine Schaugewächshaus aus den 1970er-Jahren und die geologische Erdzeituhr aus den 1980er-Jahren lassen so eine kleine Zeitreise in die jeweiligen Jahrzehnte mit ihrem charakteristischen Geschmack zu. Auch die in den letzten Jahren errichtete Farntreppe, der Gartenhof mit Pavillon und die zuletzt fertiggestellte Anlage des Farbengartens, unterhalb des Seerosenbeckens, haben den Botanischen Garten weiter aufgewertet.

Kostenlose Führungen bieten fachlich qualifizierte Informationen zu Besonderheiten im Botanischen Garten sowie zu unterschiedlichen Gartenthemen. Die alljährlich Mitte Mai stattfindende Pflanzenbörse ist ein fester Bestandteil des Gartenjahres. Sie lädt Pflanzenfreunde und Interessierte zum Verkauf, Kauf und Tausch von Pflanzen ein.
 

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