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Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde

Über nur neun Hektar erstreckte sich der alte Stadtpark, als er 1929 in der Aue des Axtbachs angelegt wurde. Für den Gründer, den damaligen Bürgermeister Hermann Johennig, befindet sich bis heute ein Gedenkstein mitten im Park, der nach der Landesgartenschau 2001 in „Vier-Jahreszeiten-Park“ umbenannt wurde. Zunächst handelte es sich um einen kleinen Park mit einem botanischen Garten, dessen landschaftliche und geometrische Gestaltung sich am Gütersloher Stadtpark und Botanischen Garten orientierte. Nicht nur im Grünen, sondern auch am Wasser konnten Besucher ihre Freizeit verbringen, weil zum Oelder Stadtpark ein Freibad gehörte und der Axtbach einen Mühlenteich mit „Kramers Mühle“ am Ufer speiste.

Frisch erblüht ist der alte Stadtpark in Oelde durch die Landesgartenschau 2001. Zum Herzstück des Gartenschaugeländes wurden der alte Stadtpark, zwei Friedhöfe und zahlreiche Schrebergärten, so dass der Vier-Jahreszeiten-Park nun über 44 Hektar groß ist. In den Fokus rückten vor allem die Gewässer in der Grünanlage: Der Auensee im Süden wurde neu in die naturnahe Landschaft eingefügt und der kanalisierte Axtbach erhielt seinen natürlichen Verlauf zurück. Am deutlichsten veränderte sich der Mühlenteich, der zu einem großen See mit der Museninsel wurde. Dort stehen zwischen Bambuspflanzen mehrere Volieren mit exotischen Vögeln. Am Teichufer befinden sich das Cafe Ulithi sowie die modernisierte Kramers Mühle.

Die alte Wassermühle ist eine Attraktion für die jungen Gäste im Vier-Jahreszeiten-Park, denn sie wurde zum Kindermuseum „Klipp Klapp“ ausgebaut. Es gilt unter den Museen in Nordrhein-Westfalen als einzigartig: Spielen und Experimentieren mit Wasser steht in der Mühle stehen hier im Mittelpunkt. Dabei lernen Kinder die Funktionen und Arbeitsschritte des frühen Industriegebäudes kennen. Zu weiteren Abenteuern an der frischen Luft laden mehrere unkonventionell angelegte Spielplätze – vor allem im Zentrum des Parks – zum Toben und Entdecken ein.

Im nördlichen Parkteil wurden ehemalige Schrebergärten  als Themengärten in das Gelände für die Gartenschau eingebunden: Es entstanden ein Wiesengarten, ein Rosengarten, ein Familiengarten sowie ein geometrisch gestalteter Garten. Zudem gibt es die Allee der Kontinente und die Insel der Zeiten.

Unter dem Motto „Blütenzauber und Kinderträume“ lockte die Landesgartenschau 2001 mehr als 2,2 Millionen Besucher und wurde zur damals erfolgreichsten Leistungsschau der Gartenbau-Branche. Seitdem entdecken Besucher den Vier-Jahreszeiten-Park über einen 2,5 Kilometer langen Promenadenweg, der die drei Hauptareale – die idyllische Aue im Süden, den romantischen Park im Zentrum und die zauberhaften Gärten im Norden – miteinander verbindet. Zwischen Park und Aue ermöglicht die Waldbühne mit 1500 Plätzen verschiedene Veranstaltungen unter freiem Himmel.

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