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Inselpark und Dinkelaue in Gronau

Der Inselpark in Gronau ist, wie auch die Radwanderwege im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden, im Rahmen der länderübergreifenden Landesgartenschau Gronau-Losser entstanden, die von April bis Oktober 2003 ihre Tore geöffnet hatte.
Durchgängiges Thema des Parks ist das Element Wasser, das auf ganz unterschiedliche Weise in Szene gesetzt ist: vom künstlichen Wasserlauf und zahlreichen Fontänen im Wasserlabyrinth über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Ressource Wasser auf der Wassertropfeninsel bis hin zum naturnahen Umgang mit Wasser in der Dinkelaue samt Waldteich, Rückhaltebecken und Naturlehrpfad. Selbst die Kinderspielplätze setzen sich mit dem Thema auseinander, Piratenspielplatz und Wasserspiele sind nur zwei Beispiele.
Der Inselpark besteht aus neun kleinen Inseln sowie einem zusammenhängenden Umland. Vom Parkplatz am Rock'n Pop-Museum gelangt man zunächst auf eine Insel mit Wasserlabyrinth. Muster im Bodenbelag deuten Wellen und Wasserläufe an und von Mai bis September sprudeln hier zeitweise etwa 360 Düsen Wasser in Form von Nebel, Jumpern und Fontänen. Eine willkommene Erfrischung für Jung und Alt, besonders an heißen Tagen.
Von dieser Insel gelangt man auf die nördlich gelegene Museumsinsel mit dem europaweit einzigen Rock'n Pop-Museum, in dem die Kulturgeschichte der Populärmusik der letzten 100 Jahre erlebbar gemacht wird. Nebenan wird ein 14 Meter hoher historischer Gebäuderest als Kletterturm genutzt.
An die Museumsinsel schließt nach Osten die Garteninsel an, auf der in blattförmigen Beeten Schaupflanzungen der Gartenschau zu sehen sind. Der Anblick der üppigen Bepflanzung lässt nicht nur Gärtnern das Herz höher schlagen.
Im Norden folgt ein Grünzug mit einer Skaterbahn und einem Waldspielplatz sowie einigen Wiesen. Im Osten liegt zunächst die 17 Meter hohe Pyramide aus Gras, die man über eine Treppe relativ bequem besteigen kann und als Belohnung einen schönen Blick auf die Parkanlage und die Stadt erhält. Den östlichen Abschluss bilden Gartenräume mit Themengärten, die verschiedene Stimmungen widerspiegeln und zum Teil Gärten der Partnerstädte von Gronau sind. Seit dem Ende der Gartenschau werden diese Gärten ehrenamtlich gepflegt. Im Süden der Pyramide liegt der Piratenspielplatz, der mit seiner idyllischen Bepflanzung und einfallsreichen Ausstattung gerne genutzt wird.

Über die Wasserinsel, auf der sich beispielsweise der Stadtstrand mit Palmen und Liegesesseln befindet, geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt des Inselparks. Die Anlage ist so gestaltet und gepflegt, dass sie zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten hat, von Frühblühern im Frühjahr über Stauden im Sommer bis zur Laubfärbung im Herbst.

Ein Ausflug entlang des Südufers der Dinkel lohnt sich besonders für Radfahrende. Sie kommen zunächst zum Pausengarten, der ebenfalls aus der Gartenschauzeit erhalten ist. Es folgen weiter westlich der Waldteich und ganz in dessen Nähe der Lindenhof mit seinem Bauerngarten. Noch weiter in Richtung niederländischer Grenze liegt das phantasievoll gestaltete Rückhaltebecken mit Staudenpflanzung und Naturerlebnishainen. Hier oder am Ufer der Dinkel lässt sich mit etwas Geduld auch der glänzend blaue Eisvogel beobachten. Jenseits der grünen Grenze sind viele der Attraktionen aus der Gartenschauzeit ebenfalls erhalten geblieben, die den 24 Hektar großen Bereich auf Gronauer Stadtgebiet ergänzen.

Sowohl der Inselpark als auch die Anlagen entlang der Dinkel bieten für alle Altersgruppen die Möglichkeit, einen angenehmen Tag im Freien zu verbringen und man kann auf den Spuren der äußerst erfolgreichen Landesgartenschau wandeln, die einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Strukturwandel in Gronau leistete und völlig neue grenzüberschreitende Nachbarschaftskontakte schaffte. Der ökumenische Kindergarten an der Grenze am Dinkelradweg ist hierfür ein gutes Beispiel. Ein besonderes Highlight ist das jährliche Pflanzfest im Juni, welches unter besonderer Beteiligung von Kindern einen stets neuen Blütehöhepunkt im Inselpark einläutet.

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